Wie wäre es, im Leben eines Doppelgängers noch einmal neu anzufangen? Das alte Ich hinter sich zu lassen, plötzlich jemand anderes zu sein? Um solche Fragen dreht sich "Die Ferien des Monsieur Murot" - und die Krimihandlung ist wie so oft in den Tatorten aus Wiesbaden nur das dramaturgische Gerüst, um über wechselnde Identitäten und über Schein und Wirklichkeit nachzudenken. Völlig unerwartet erhält Murot die Chance, sein bisheriges Leben buchstäblich zu beerdigen und an der Seite einer attraktiven Frau von vorne zu beginnen. Das ist zunächst verwirrend. Und wird dann für ihn immer verlockender.
Feuilleton Improvisationen in einem anderen Leben
Klaus Grimberg 22.11.2020 - 20:06 Uhr