Unweigerlich graben sich seine Gedanken zurück an einen regnerischen Herbstsonntag vor ein paar Jahren, als ihm seine Mutter Liane von der Flucht erzählt hat, von den furchtbaren Dingen, die damals geschehen sind, von Hunger und Schmerz, von aufgerissenen Füßen, kaputten Schuhen, von Kälte und Leid, von Fliegerangriffen auf Flüchtlingstrecks, von Verzweiflung und Angst, immer wieder nur Angst. Und von der Rückkehr ihres Vaters, seines Opas, den er nie kennengelernt hat. Nur ein einziges Mal in ihrem Leben hat sie ihm davon erzählt, nur ein einziges Mal. Jedes einzelne Wort hat er sich eingeprägt.