Vor Premieren wird in Meiningen viel geredet. Über die Stückautoren, den Regieansatz, über Sänger und Darsteller. Mit seinen Eindrücken, auch Fragen und vielleicht Missverständnissen ist das Publikum nach den Aufführungen jedoch alleingelassen. Was bei einem komischen Leichtgewicht durchaus verzeihlich ist, nicht jedoch bei einem intellektuellen Ausnahmewerk vom Kaliber eines "Hamlet". Am Freitag kam William Shakespeares wortgewaltige Tragödie im Großen Haus erstmals zur Aufführung. Am Sonntag dann gab es ein Matinee-Nachgespräch im Foyer.