Die Konzerte in der Hamburger Elbphilharmonie sind mehr als zwei Jahre nach ihrer Eröffnung nicht mehr so schnell ausverkauft wie zu Beginn. Wer hatte das gedacht? Auch coole Konzertsäle sind eben nur Konzertsäle, bei denen die gestillte Neugier der Besucher für verfügbare Tickets sorgt. Irgendwann war eben jeder mal drin, der sich begeistern lassen wollte - und ganz ehrlich: Bei mehr als 100 Euro pro einigermaßen gutem Platz geht man auch nicht alle 14 Tage in die Philharmonie. Ein durchschnittliches Konzert im Großen Saal war nach Angaben der Elbphilharmonie im ersten Jahr innerhalb von 24 Stunden und im zweiten Jahr nach einer Woche ausverkauft. Inzwischen dauert es bis zu einem Monat, ehe alle Karten weg sind. So war es seinerzeit nach der Eröffnung des Leipziger Gewandhauses, und so war es auch nach Eröffnung der Dresdner Semperoper: Normalität kehrt ein. Elbphilharmonie-Intendant Christoph Lieben-Seutter blickt selbst jenen Zeiten gelassen entgegen, in denen nicht mehr jede Veranstaltung ausverkauft sein wird. "Dann läuft es mit 90 oder 95 Prozent Auslastung, das ist immer noch gut", sagte er. Für Hamburg-Touristen allemal, die dann auch mal spontan zum Zug kommen. Seit der Eröffnung des Konzerthauses im Januar 2017 haben über zwei Millionen Menschen ein Konzert besucht. lau