Schon wieder Zigarettenautomaten: Explosionen in drei Städten

Ein aufgesprengter Zigarettenautomat (Symbolbild). Foto: picture alliance / dpa/Polizei Nienburg

In Thüringen werden vermehrt Zigarettenautomaten gesprengt. Nach Eisfeld am Wochenende hat es nun auch Hildburghausen und Erfurt erwischt. Ob Banden dahinterstecken, ist unklar.

Hildburghausen/Eisfeld - Innerhalb weniger Tage ist schon wieder ein Zigarettenautomat im Landkreis Hildburghausen gesprengt worden. In der Nacht zum Montag hat es eine Anlage in der Hildburghäuser Wiesenstraße erwischt, wie aus dem Polizeibericht vom Dienstag hervorgeht. Durch die Detonation wurde zwar der Automat aus der Wand gerissen, blieb jedoch unverschlossen. Die Täter konnten nach ersten Erkenntnissen nichts entwenden. Der verursachte Sachschaden beläuft sich auf insgesamt 6000 Euro.

Zwei Zigarettenautomaten sind bereits am Wochenende in Eisfeld aufgesprengt worden. In beiden Fällen wurden zwei dunkel gekleidete, junge Männer zwischen 15 und 20 Jahren beobachtet, die sich in Tatortnähe aufhielten, meldete der Polizeibericht vom Sonntag. Die Taten wurden am 24. Dezember um 04:35 Uhr in der Coburger Straße und am 25. Dezember um 23 Uhr in der Theodor-Körner-Straße begangen.

Auch in Erfurt wurde ein Zigarettenautomat in die Luft gejagt. Ein Sicherheitsdienstmitarbeiter bemerkte in der Nacht zum Dienstag die zerstörte Anlage in der Hochheimer Straße. Durch die Wucht der Detonation wurden Teile des Automaten und Zigaretten bis zu 15 Meter weit weg geschleudert. Wie viel Zigaretten und Bargeld in die Hände der Täter gefallen sind, ist noch unklar. Der Sachschaden liegt bei 5000 Euro.

Die Polizei in Hildburghausen bittet um Zeugenhinweise unter Telefon (0 36 85) 77 80.

Zigarettenautomaten werden bundesweit immer wieder aufgesprengt. Manchmal werden dazu sogenannte Polen-Böller, also illegale Feuerwerkskörper mit überhöhter Sprengkraft, eingesetzt. Der Sachschaden liegt meist erheblich über dem Wert der gemachten Beute. In einigen Fällen handelt es sich um Bandenkriminalität. Im vergangenen Jahr hatte die bayerische Polizei eine zehnköpfige Jugendgruppe in München und Dachau ermittelt. Die Täter waren 15 bis 19 Jahre alt und hatten einen Gesamtschaden von 20 000 Euro zu verantworten..

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