Erfurt - Den Thüringer Grünen reicht das nicht, was unter der Linke-SPD-Grüne-Koalition bisher bei der artgerechten Tierhaltung von landwirtschaftlichen Nutztieren wie Rindern oder Schweinen im Freistaat erreicht worden ist. "Wir sind damit nicht zufrieden, das geht zu langsam", sagte der stellvertretende Vorsitzende der Grüne-Fraktion im Thüringer Landtag, Olaf Müller, unserer Zeitung. Er ist gleichzeitig der Sprecher für Landwirtschaft der Fraktion. "Am konkreten Ergebnis gemessen, ist das eher dürftig, da hätte ich mir mehr versprochen." So gebe es inzwischen zwar eine Förderrichtlinie des Landes, in der geregelt sei, wie groß zum Beispiel Ställe maximal sein dürften, damit die sie betreibenden Landwirte Geld vom Land bekämen. Doch nicht nur gebe es Möglichkeiten, die in der Richtlinie genannten Konditionen zu umgehen - und damit weiterhin Staatsgeld für Massentierhaltung zu bekommen. Viele andere Dinge, die landwirtschaftlichen Nutztieren ein besseres Leben ermöglichen sollen, seien überhaupt noch nicht wirklich angefasst worden, sagte Müller.
Erfurt Grüne: Strategie für Tierwohl bis Sommer
Sebastian Haak 30.12.2017 - 09:18 Uhr