Entgeltordnung Stadtrat der Linken legt Wert auf Harmonie

Im Heimatmuseum in Benshausen gibt es viel zu entdecken. Foto: Michael Bauroth

Über die Anpassung der Entgeltordnung für die städtischen Museen sind sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses einig. Doch Roland Hoffman legt zudem Wert auf einen harmonischen Wortlaut. Das soll nun verwaltungsintern geprüft werden.

Zella-Mehlis - Dass „aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Zella-Mehlis und des Ortsteils Benshausen“ kostenlosen Eintritt in die Schwimmbäder der Stadt haben und die „Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Zella-Mehlis“ die städtischen Museen entgeltfrei betreten dürfen, stört Stadtrat Roland Hoffmann (Die Linke). Also nicht der Fakt an sich, sondern der ungleiche Wortlaut in den verschiedenen Entgeltordnungen.

Derzeit wird die Anpassung der Entgeltordnung für die drei städtischen Museen in den Ausschüssen beraten. Die Mitglieder des Sozialausschusses hatten sich jüngst für eine Eingliederung des Benshäuser Heimatmuseums ausgesprochen („Freies Wort“ berichtete). Nun war es am Haupt- und Finanzausschuss, sich eine Meinung zu bilden.

Roland Hoffmann schlug eine Harmonisierung der verschiedenen Ordnungen vor und eine Anpassung des Wortlautes. Zudem seien weder Hortbetreuer, die mit Kindern am Nachmittag das Heimatmuseum im Ortsteil besuchten, integriert, noch die Betreuer des Kinder- und Jugendfreizeittreffs. Beide tauchten hingegen in der Entgeltordnung für die Schwimmbäder auf, schildert er nach dem Studium der Schriftstücke.

„Wahrscheinlich hat niemand die beiden Entgeltordnungen nebeneinandergelegt und verglichen“, vermutete Sarah Boost, die als Beigeordnete in Vertretung des Bürgermeisters den Ausschuss leitete. Verwaltungsintern und in Absprache mit dem Fachbereich würden die Formulierungen nun noch einmal überprüft und gegebenenfalls bis zum Beschluss im Stadtrat Ende des Monats angepasst, sagte sie.

„Mich würde außerdem interessieren, wie das Heimatmuseum überhaupt besucht ist. Es wäre gut zu wissen, über was wir hier reden“, sagte Roland Hoffmann. Vor allem Schulklassen kämen vorbei. Werde ein Tag der offenen Tür organisiert oder würden zum Denkmaltag die Räume geöffnet, dann gebe es einen regelrechten Ansturm, schilderte Stadt- und Ortsteilrätin Jeannette Roth (Freie Wähler).

Bedenken hegte der Linken-Stadtrat auch gegen den künftigen Eintrittspreis. Statt bisher einen Euro zahlen die Besucher des Heimatmuseums künftig drei Euro. „Ist der Preis gerechtfertigt für ein Museum, das nur nach Anfrage besucht werden kann?“, fragte Roland Hoffmann und regte an, einem Besucher, der in Benshausen drei Euro Eintritt bezahlt hat, auch die anderen städtischen Museen kostenlos zu öffnen.

Marco Bader (CDU) und Sarah Boost betonten gleichermaßen, dass das Museum im Ortsteil an die Struktur der bestehenden Museen angeglichen und weiterentwickelt werde. Zudem gebe es in Zella-Mehlis die von Touristen gern genutzte Vorteilscard. Wer in einem Museum, in der Explorata oder dem Meeresaquarium Eintritt bezahlt hat, erhalte in einer der anderen drei Einrichtungen eine Ermäßigung, schilderte Sarah Boost. Auch dort werde das Heimatmuseum schnellstmöglich integriert. at

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