Elektromobilität MBB testet E-Busder Marke Ikarus

Dieser große Ikarus-Elektrobus ist seit Mittwoch bis Anfang Oktober im Linienverkehr der MBB testweise im Einsatz. Foto: /MBB

Einen vollelektrischen Bus der ungarischen Marke Ikarus testet die Meininger Busbetriebsgesellschaft GmbH seit Mittwoch auf ihren Strecken.

Meiningen - Ein neuer E-Bus und schon defekt. Dieses Gerücht verbreitete sich zu Wochenbeginn in Meiningen. Doch der Ikarus-Bus ist voll funktionsfähig. Nach Angaben von MBB-Geschäftsführer Mirko Peter wurde er von der gerade in München zu Ende gegangenen Automobilausstellung IAA per Tieflader direkt zum Betriebshof nach Sülzfeld transportiert. Konkret handelt es sich um einen Elektrobus vom Typ Ikarus 120.EL CityPioneer, der für den Stadtverkehr konzipiert ist.

Als Erster setzte sich am Dienstag Mirko Peter persönlich ans Steuer. „Ich bin den Bus über 30 Kilometer von Sülzfeld über Henneberg, Meiningen Busbahnhof, Dreißigacker und zurück nach Sülzfeld gefahren. Es funktioniert alles einwandfrei“, macht er gegenüber Meininger Tageblatt deutlich.

Am Dienstagnachmittag wurden noch der Fahrscheindrucker installiert und das Strom-Lademanagement eingerichtet. Auch die Routen mit den MBB-Zielen sind programmiert. Der Testbetrieb hat am Mittwoch begonnen. „Der Bus wird regulär im Linienverkehr der MBB zum normalen Tarif eingesetzt. Der Testbetrieb ist bis zum 5. Oktober terminiert“, so Peter weiter. Der Einsatz soll auch an den Wochenenden erfolgen.

Der Ikarus-Elektrobus bietet 28 Sitzplätze, hat drei Fahrgasttüren, seniorengerechte Sitzplätze, Stellfläche für Rollatoren, Rollstuhl und Kinderwagen. Die Reichweite wird vom Hersteller mit bis zu 350 Kilometer angegeben. Die Batterien sind im Heck und auf dem Dach platziert. rwm

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