Dürre als Problem Pilze geben Sammlern einen Korb

Thomas Heigl
Maronen im Wald. Foto: picture alliance / Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Patrick Pleul

Der Thüringerwald Verein Brotterode bangt wegen der Trockenheit um seine Pilzwanderung. Noch ziehen die Pilze die Köpfe ein – aber das kann sich schnell ändern.

Gerd Fuchs und der Thüringerwald Verein Brotterode hoffen, dass in den nächsten Tagen viele Wolken am Himmel erscheinen und reichlich Niederschläge fallen. Sollte es nicht in größeren Mengen regnen, würde die für kommende Woche angesetzte Pilzwanderung nicht mehr als ein gewöhnlicher Ausflug in den Wald. „Es ja nichts da, was man bestimmen und sammeln könnte“, sagte Gerd Fuchs, der ob seiner Kenntnisse rund um die Welt der Pflanzen und Pilze, sowie seiner Verdienste um die Wanderbewegung, vor einigen Jahren Ehrenbürger von Brotterode-Trusetal wurde.

Wer derzeit einen der gebrutzelt so schmackhaften Hutträger findet, ist ein echter Glückspilz. Fuchs selbst, der oft in der Brotteroder Flur unterwegs ist, und eine Kennerauge hat, hat die eine oder andere Rotkappe gefunden. Derzeit geben die Pilze den Sammlern einen Korb.

Dabei ist gerade der September die Hochzeit, in der Maronen, Wiesenchampignons oder Steinpilze sprießen. Doch dazu müssten die Böden der Wälder und Wiesen feucht sein. „Die Temperaturen sind eigentlich ideal. Aber es ist eben noch viel zu trocken“, so Fuchs. Die Hoffnung, dass doch noch was wächst, hat er jedoch nicht verloren. Immerhin soll am Mittwoch etwas mehr Regen eintreffen – und die Temperatur nicht zu stark fallen. „Eine Woche könnte ausreichen, dass etwas hochkommt“, so der Experte.

 

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