Bislang wurden zwei Impfstoffe in der EU zugelassen. Zum einen der Impfstoff von Biontech/Pfizer, zum anderen der des Pharmakonzerns Moderna.
Biontech/Pfizer verfolgten mit ihrem Vakzin ein neues Konzept: Der Impfstoff basiert auf der Boten-RNA-Technologie (englisch: messenger RNA, kurz: mRNA). Dieser beruht auf synthetischen Genen, die die menschlichen Zellen anregen sollen, ein Virus-Eiweiß zu bilden. Ziel ist es, das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern gegen das Coronavirus anzuregen. Laut Paul-Ehrlich-Institut besteht keine Gefahr, dass mRNA ins Genom eindringt. Unser Erbgut lagert im Kern der Zelle. Dass RNA dort eingebaut werden könnte, sei wegen der unterschiedlichen chemischen Struktur unmöglich. Ein solcher Impfstoff kann schnell in großen Mengen hergestellt werden. Allerdings muss das Biontech-Mittel bei etwa minus 70 Grad Celsius gelagert werden. Das erschwert die Logistik deutlich. Studien zufolge hat der Impfstoff eine Wirksamkeit von 95 Prozent. Der Wert ergibt sich daraus, wieviele Menschen in einer Studie sich nach einer Impfung noch mit dem Coronavirus infiziert haben.
Wie Biontech setzt auch Moderna auf die neue Boten-RNA-Technologie. Den Angaben zufolge ist der Impfstoff etwa 30 Tage lang bei Temperaturen von zwei bis acht Grad stabil und bis zu sechs Monate bei minus 20 Grad Celsius. Einer Moderna-Studie von November zufolge zeigt der Impfstoff eine Wirksamkeit von gut 94 Prozent beim Schutz vor Covid-19.
Quelle: rbb24.de