Corona im Kreis Sonneberg Landratsamt ruft wieder nach der Bundeswehr

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Bei der Kontaktnachverfolgung kommt das Sonneberger Gesundheitsamt nicht mehr nach. Man laufe gegenwärtig der Lage hinterher, heißt es.

Sonneberg - 16 Neuinfektionen binnen 24 Stunden meldete am Mittwoch das RKI. In der Summe sind damit 142 Corona-Ansteckungen binnen einer Woche im Kreis erfasst, was die Inzidenz auf  249 klettern lässt. Gleichwohl gibt es derzeit keinen Betroffenen, der auf eine Behandlung  im Krankenhaus angewiesen ist.

Wie das Landratsamt mitteilt, rücken angesichts steigender Fallzahlen verschärfte Schutzmaßnahmen in Sicht. Voraussichtlich am Donnerstag solle eine neue Allgemeinverfügung erlassen werden, die am Freitag greift, heißt es. Dass sich die Lage "dramatisch zugespitzt“ hat, macht die Behörde an der Arbeitsbelastung im Gesundheitsamt fest. Wegen der vielen Infektionen sei man bei der Kontaktnachverfolgung dazu übergegangen zu priorisieren. Vorrangig bearbeitet werden demnach Hinweise, die  einer Weiterverbreitung in Gemeinschaftsunterkünften entgegenwirken sollen, so das Landratsamt am Mittwoch gegenüber Freies Wort. Alle anderen Fallermittlungen folgen zeitversetzt. 

„Wir stehen einem hoch dynamischen Infektionsgeschehen gegenüber, bei der die Altersgruppe der  Schüler im Vergleich zur Bevölkerungsstruktur überrepräsentiert ist. In diesem Zusammenhang verzeichnen wir auch weitere Infektionen über die Familien in die Altersgruppe der Elterngeneration hinein“, so Kreissprecher Michael Volk. Wegen der massiven Häufung sei eine umgehende lückenlose Fallermittlung derzeit nicht  leistbar. Um der Lage nicht weiter „hinterherzulaufen“, habe der Kreis beschlossen, erneut die Hilfe der Bundeswehr anzufragen bei der Kontaktnachverfolgung. „Ein entsprechender Hilfeleistungsantrag ist in Arbeit.“

"Wir bitten die betroffenen Bürgerinnen und Bürger um Verständnis, dass die Kontaktaufnahme, Fallermittlung und Verbescheidung von Quarantäneanordnungen durch unser Gesundheitsamt derzeit nur mit Zeitverzug zu bewerkstelligen ist.", so Michael Volk weiter.

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