Die seit Jahren geführte Auseinandersetzung darüber, ob in Thüringer Wäldern Windräder aufgestellt werden dürfen, ist um eine Episode reicher: Nachdem das Bundesverfassungsgericht das pauschale Verbot von Windkraft auf Waldflächen gekippt hatte, hat eine Mehrheit aus FDP, CDU und AfD am Freitag in Erfurt einen Gesetzesentwurf angenommen, der im Grunde das gleiche Ziel verfolgt, es aber über einen anderen juristischen Ansatz zu erreichen versucht. Demnach muss künftig selbst dort, wo zum Beispiel nach Sturm- oder Borkenkäferschäden keine Bäume mehr stehen, immer abgewogen werden, ob eine Wiederaufforstung dieser Flächen nicht doch besser wäre als dort Windräder aufzustellen.