Breitungen Kegler gewinnen Minigolf-Turnier

Annett Recknagel

Die Kegler holten sich den Wanderpokal im Minigolfen und bewiesen damit wiederholt ihre Klasse – wobei ihnen das Gelbfieber im Nacken hockte.

Ach, die Kegler“, meinte Ronny Römhild und fügte hinzu: „Dann hätten wir ja den zweiten und dritten Platz schon vergeben, wenn wir gewinnen.“ Darauf Bernd Bachmann: „Wir gönnen es der Gemeinde von Herzen.“

Insgeheim aber wird er gedacht haben: „Besser wäre es schon, wenn wir gewinnen.“ Und so war es letztlich auch. Antonio Costa, Bernd Bachmann und Bruno Schmidt ließen auch zur jüngsten Auflage des Minigolf-Turniers der Vereine in Breitungen nichts anbrennen und holten sich wiederholt den Titel. Schließlich hatte der Wanderpokal in den letzten Jahren bei ihnen gestanden und warum bitte schön sollte das nicht auch so bleiben?

Also strengte man sich, auch ohne großartig trainiert zu haben, an und am Ende sollte es reichen. Zwar nur knapp, aber immerhin. Mit 143 Punkten sicherte sich die erste Mannschaft der Kegler den Sieg. Rang zwei ging mit 146 Punkten an die Mannschaft von Gelbfieber. Johannes Günter, Norman Sittig und Conny Göbel freuten sich - zumal mit Johannes Günter der beste Spieler des Turniers in ihrem Team spielte. Beim Golfen muss mit möglichst wenigen Schlägen eingelocht werden. Günter brauchte im ganzen Turnier 44 Schläge.

Bei den Frauen war Silvia Raßbach vom Feuerwehrverein mit 52 Schlägen die beste Spielerin. Und wer war nun das drittbeste Team? Die Gemeinde mit Bürgermeister Ronny Römhild, Tino Müller und Andreas Peter. 161 Punkte erzielten sie. Auch dieses Trio freute sich über einen Pokal, nämlich den bronzenen. Wobei bei den sommerlich heißen Temperaturen am Samstagnachmittag eigentlich alle Sieger waren. Zumal die 18 Hindernisse nun mal in der Sonne angeordnet waren.

Sören Raßbach vom Ordnungsamt hatte in Sachen Organisation und Auswertung alles im Griff. Tobias Dämig vom Strandbad sprach nicht nur vom sportlichen Aspekt dieser Veranstaltung, sondern nannte auch die Geselligkeit, die nach der zweijährigen Corona-Pause einmal mehr wichtig sei. Organisiert hatte das Turnier die Gemeinde in Zusammenarbeit mit den Vereinen.

Letztlich waren elf Mannschaften am Start. Der Feuerwehrverein hatte gleich vier Teams dabei, davon eine Kindercrew. Dazu gesellten sich je zwei Teams von den Windsurfern und von den Keglern. Weiter vertreten waren die Dortmund-Fans, die Gemeinde und die Fußballer. Jedes Team setzte sich aus drei Spielern zusammen. Ein Teilnehmer jeder Mannschaft wurde zum Schiedsrichter einer anderen ernannt. Natürlich hatte man bei dem Minigolf-Turnier in der Vergangenheit schon mit mehr Vereinen gespielt. Diesmal aber waren alle rundum zufrieden, dass die Veranstaltung endlich wieder durchgeführt werden durfte. „Momentan sind die Vereine auch ziemlich belastet“, erklärte der Bürgermeister. Dazu komme die Urlaubszeit. Die Dauercamper beispielsweise fehlten deshalb.

Pro Bahn gab es sechs Versuche. Insgesamt galt es, den kleinen weißen Ball auf 18 Bahnen mit möglichst wenigen Schlägen einzulochen. Jede Mannschaft durfte selbst entscheiden, wo sie beginnen wollte. Und es herrschte doch tatsächlich Volksfeststimmung im Golfareal.

Man war bestens gelaunt, applaudierte bei gelungenen Schlägen und witzelte. Und das war auch gut so. Denn: Oberstes Anliegen der Vereinsmeisterschaften im Minigolf ist der Gemeinschaftssinn. Insgesamt war es ein sehr faires Turnier, bei dem die Männer vom Strandbad die Versorgung übernommen hatten. Im kleinen Biergarten konnte man anschließend gemütlich zusammensitzen.

 

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