Bonn/Erfurt - Innerhalb von nicht einmal zwei Jahren ist die Zahl der Deutschen massiv gestiegen, die sich von ihrem Handy vor Unwettern oder Lebensmittelerpressern warnen lassen. Dazu nutzen sie zum Beispiel die Warn-App "Nina", die mit Informationen der Behörden arbeitet, die in Deutschland für den zivilen Bevölkerungsschutz zuständig sind. Hätten Anfang 2016 nur ein paar hunderttausend Deutsche diese Programm für ihr Smartphone genutzt, liege die Zahl der Nutzer mittlerweile bei etwa 2,2 Millionen, sagt der Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Christoph Unger. Gleichzeitig mahnt er, das BKK brauche weiteres Geld, "um mit den aktuellen technischen und weltweiten Entwicklungen mitzuhalten". Nur wenn Warn-Systeme wie Nina und die dahinterliegenden Kanäle dem Stand der Technik entsprächen, könnten die Katastrophenschützer die Menschen zuverlässig erreichen.