Böhm Group Zella-Mehlis Neuer Leiter für die Jugendwerkstatt gesucht

Werkstattleiter Winfried Dolling zeigt Simon, Ben und Maik Foto: /Michael Bauroth

Seit vier Jahren leitet Winfried Dolling die Jugendunternehmens­werkstatt der Böhm Group in Zella-Mehlis. Nun will sich der viel beschäftigte Rentner aber zur Ruhe setzen und braucht daher einen Nachfolger, der an seiner statt mit Schülern werkeln möchte.

Zella-Mehlis - Vor genau vier Jahren wurde Winfried Dolling der Leiter der Jugendunternehmenswerkstatt bei Böhm. Seitdem zeigt er Schülern ab acht Jahren die Grundlagen der Metallverarbeitung und Holzbearbeitung. In einer eigenen Werkstatt mit Bohrmaschinen, Sägen, Bandschleifer, Drehmaschinen und mehr können sich die Kinder und Jugendlichen handwerklich betätigen. Manches Werkstück – vom Weihnachtsschmuck aus Holz bis zum Mini-Riesenrad aus Metall – ist hier schon entstanden, unter der Aufsicht und mit der Anleitung von Winfried Dolling. Doch nicht mehr lange, daher wird nun ein Nachfolger für ihn gesucht.

Gemeinsames Werkeln mit den Schülern wird fehlen

„Ich werde 68 Jahre und habe einen Haufen private Verpflichtungen“, begründet Winfried Dolling, dass er sich zum Jahresende zurückziehen wird. Eigentlich wollte er bereits im vergangenen Jahr die Leitung der Jugendwerkstatt abgeben, habe sich dann aber doch noch mal entschlossen, ein Jahr zu verlängern, sagt der Zella-Mehliser, der früher als Lehrmeister bei AWP gearbeitet hat.

Leicht wird ihm der Abschied nicht fallen. Das Werkeln mit den Schülern habe ihm immer viel Spaß gemacht, erzählt der Rentner. Und die gemeinsamen Stunden in der Werkstatt werden ihm sicherlich auch fehlen. „Aber nun ist wirklich Schluss“, macht Winfried Dolling deutlich.

Übergabe der Leitung zum Jahresende geplant

Diese Entscheidung bedauert man bei der Böhm Group. „Wir hätten sehr gerne mit Herrn Dolling weitergearbeitet“, sagt Lars Opatz. Der Ausbildungsleiter des Unternehmens ist nun auf der Suche nach jemandem, der die Aufgabe übernehmen kann – auf Minijob-Basis für 450 Euro. „Zum Jahresende soll der Wechsel erfolgen und wir möchten gerne noch eine richtige Übergabe machen, daher suchen wir quasi ab sofort.“

Der künftige Leiter der Jugendunternehmenswerkstatt sollte technikaffin sein und handwerkliches Geschick sowie eigene Ideen mitbringen. „Natürlich sollte er mit Kindern arbeiten können und dürfen. So etwas wie die Jugendleiter-Card wäre zwar schön, aber kein Muss“, meint Lars Opatz. Das Wichtigste sei, dass es von der Person her passe.

Derzeit kommen die Schüler, die vor allem von der Lutherschule sind, immer mittwochs zwischen 14 und 17 Uhr in die Werkstatt. Coronabedingt könne man aktuell nur acht Arbeitsplätze belegen, weshalb man im wöchentlichen Wechsel arbeite, erklärt Lars Opatz. Aber es sei auch möglich, zwei Veranstaltungen in der Woche durchzuführen. Beim Tag sei man ebenfalls flexibel, betont der Ausbildungsleiter.

Ein Ziel: Fachkräfte von morgen gewinnen

Die Werkstatt weiterzuführen, ist dem Zella-Mehliser Betrieb wichtig. Einerseits gehe es darum, dass sich die Schüler mit den Händen betätigen können, dass sie an handwerkliche Tätigkeiten herangeführt werden, sagt Lars Opatz. Andererseits sei die Idee der Jugendunternehmenswerkstätten auch, mögliche Fachkräfte von morgen zu finden. Mehrere Schülerpraktikanten und einen Auszubildenden konnte die Böhm Group durch die Werkstatt bereits gewinnen. Das sei schon ein Erfolg, den man gerne ausbauen wolle, sagt der Ausbildungsleiter.

Interessenten für die Leitung der Jugendwerkstatt wenden sich per E-Mail an: bewerbung@boehm-group.com

 

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