Wenn die beiden Blockheizkraftwerke volle Pulle laufen, versteht man sein eigenes Wort nicht mehr. Um diese Mittagszeit aber ist es still an der Anlage. Es wird kein Strom produziert. Toralf Müller kann seinem Gast aus dem Bundestag also direkt an der Maschine in aller Ruhe erklären, warum das so ist. „Wenn Strom gebraucht wird, läuft die Technik und speist ins Netz ein – wenn nicht, dann nicht.“ Den Chef des Agrarunternehmens Pfersdorf (Landkreis Hildburghausen) wurmt es, dass die Stromproduktion aus Biogas vor Jahren schon einen Deckel bekommen hat und gedrosselt wurde – in der aktuellen Energiekrise erst recht. Das Agrarunternehmen Pfersdorf produziert immerhin derzeit mit seiner Biogasanlage ein Stromvolumen für 1200 Haushalte. Dafür sorgen in erster Linie 1500 Mastbullen und 250 Mutterkühe. Zu 85 Prozent kommen nämlich Gülle und Mist in die Anlage. Und weil dabei auch noch Abwärme anfällt, werden über ein neues Leitungsnetz auch noch die Stuben von 15 Haushalten des Dorfes warm. Öl und Gas wurden ersetzt.