Benefiz-Cut Mit Haarkult-Schnitten 1500 Euro für guten Zweck

1500 Euro sind beim Benefiz-Cut von „Haarkult“ zusammengekommen. Das Geld geht an das Kinder- und Jugendhospiz. Foto: Heiko Matz

Martin Putzke und sein „Haarkult“-Team haben in diesem Jahr zum Stadtfest wieder Haare für einen guten Zweck geschnitten. Die Arbeit des Kinder- und Jugendhospizdienstes profitiert davon.

 
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Ein Mal im Jahr wird Friseurmeister Martin Putzke zum Veranstalter. Dann organisiert er das dreitägige Stadtfest-Programm für die Bühne am Entleich sowie das Drumherum. Für ihn eine intensive Zeit, hat er parallel doch auch sein Geschäft „Haarkult“ zu managen. „Aber es macht mir Spaß“, sagt er. In diesem Jahr trübt die Endabrechnung allerdings die Stimmung ein wenig. „Ich werde wohl was drauflegen müssen.“ Heißt: Die Einnahmen, die er über die Getränkewagen erwirtschaftet hat, decken nicht die Ausgaben für Personal, Mietsachen und die Akteure auf der Bühne. Was vielleicht daran liegt, dass die Kosten für das Personal gestiegen seien.

Ins Zweifeln, ob die Stadtfest-Organisation für den Entleich das Richtige für ihn ist und er lieber die Finger davon lassen soll, kommt Martin Putzke aber nicht. In den vergangenen 15 Jahren hat er sich gut eingefuchst in die Materie. Und es ist bis jetzt auch nur einmal vorgekommen, dass die Einnahmen nicht für die Ausgaben, die er hatte, reichten. Das war, als das Stadtfest einmal so richtig verregnet war und die Gäste ausblieben.

Zufrieden hingegen ist Martin Putzke mit dem Ergebnis seines Benefiz-Cuts. An zwei Stadtfesttagen standen er und seine vier Mitarbeiter im Laden, frisierten und schnitten Haare für einen guten Zweck. Jeder konnte nach dem Friseurbesuch in die Spendenbox stecken, was er wollte. „Und da kamen auch Leute in den Laden, die einfach nur so Geld gegeben haben.“ Am Ende kamen 1500 Euro zusammen. Der Spendenscheck ging erneut an das Kinder- und Jugendhospiz in Bad Salzungen. „Ich habe mir als Stadtrat die Arbeit, die im ambulanten Hospizzentrum geleistet wird, angeschaut. Und ich war schwer beeindruckt“, berichtet Martin Putzke, der seit Jahren für die Freien Wähler im Bad Salzunger Stadtrat sitzt. Es sei einfach unglaublich, was die Mitarbeiterinnen dort machen, „ich könnte das nicht“. Deshalb habe er einen Riesen-Respekt vor der Arbeit.

Das hören die Mitarbeiterinnen des Hospizdienstes um Koordinatorin Heike Fritzsche gern. Das Geld, verrät sie, werde man unter anderem für die Adventsfeier verwenden. Ein Teil des Geldes soll auch in eine Alpaka-Wanderung fließen. Das komme bei den trauernden Kindern und Jugendlichen immer sehr gut an. In der Kombination mit Tieren finde man mit Kindern besonders gut das Gespräch. Zurzeit platze die Trauerarbeit mit Kindern und Jugendlichen, die einen Verlust erlitten haben, aus allen Nähten.

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