Bad Salzungen Zoff vor der Teststelle

Die Öffnungszeiten der Teststelle reichten am Sonntag nicht aus. Foto: Stadtverwaltung

Die Teststelle in der Michaelisstraße in bad Salzungen war auf den Ansturm am Sonntag nicht vorbereitet. Weil Leute abgewiesen werden sollten, gab es Zoff.

Bad Salzungen - Eine lange Schlange bildete sich am Samstag vor der Impfstelle im Pavillon des Bad Salzunger Hotels „Solewerk“. Die Nachfrage nach der Aktion „Impfen ohne Termin“ war so groß, dass Wartezeiten von mehreren Stunden in Kauf genommen werden mussten. Das Team der Impfstelle empfiehlt, sich einen Termin online über das Impfportal www.impfen-thuerigen.de zu buchen.

Quasi „überrannt“ wurde am Sonntag auch die Teststelle im ehemaligen Spielzeugladen in der Bad Salzunger Michaelisstraße. Der Verein zur beruflichen Integration als Betreiber hatte mit dem Ansturm nicht gerechnet. Die Öffnungszeiten von 9 bis 11 Uhr reichten bei Weitem nicht aus, um der Nachfrage gerecht zu werden. Bereits um 9.15 Uhr bildete sich auch hier eine lange Schlange vor dem Testzentrum. Viele Leute brauchten den Schnelltest, um am Sonntag Angehörige im Klinikum zu besuchen. Weil dieser nur eine Gültigkeit von 24 Stunden besitzt, konnte ein Test vom Samstag nicht genutzt werden. Die letzte Testmöglichkeit, die Stadion-Apotheke, schließt am Samstag um 15 Uhr. Die Besuchszeit am Klinikum beginnt am Sonntag aber erst um 15 Uhr, damit wäre der Test abgelaufen. Bleibt am Sonntag also nur das Testzentrum in der Michaelisstraße. Die Wartezeit nahmen die Leute in Kauf. Als aber dann um 10.30 Uhr eine Mitarbeiterin die noch Wartenden wegschicken wollte, weil man sie nicht mehr drannehmen könne, kippte die Stimmung. „Da standen noch etwa 20 Leute, die gewartet haben“, berichtet eine Frau aus Bad Salzungen, die seit 9.15 Uhr in der Schlange stand und den Test brauchte, um die Mutter im Klinikum zu besuchen. Die Leute seien aufgebracht gewesen, vielleicht sei auch die Wortwahl falsch gewählt worden – ein Hausverbot sei erteilt und die Polizei angefordert worden. Der herbeigerufene Vereinsvorsitzende Günther Schwarze konnte die Situation schließlich friedlich klären. Man hängte eine Überstunde dran und nahm die noch ausharrenden acht Leute dran.

Bürgermeister Klaus Bohl (Freie Wähler), über den Vorfall informiert, sicherte zu, dass er am heutigen Montag das Gespräch suchen werde, um die Öffnungszeiten des Testzentrums anzupassen.

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