Merkers/Dorndorf - "Werra entdecken" ist eines der drei Leitprojekte der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) Werra-Wartburgregion. Es beinhaltet mehrere Projekte, die die Erschließung der Werra als Erlebnisbereich für Freizeit, Naherholung und Tourismus zum Ziel haben. Dabei stellt die Verbesserung der Bedingungen für das Wasserwandern auf der Werra einen Schwerpunkt dar. Deshalb hat sich die KAG das Ziel gesetzt, die Ein- und Ausstiegstellen für Kanufahrer entlang der Werra zwischen Barchfeld/Immelborn über Bad Salzungen bis nach Gerstungen zu sanieren. Die entsprechenden Beschlüsse lagen in der Vergangenheit den Stadt- und Gemeinderäten vor. Zwei Gemeinderäte - Tiefenort und Krayenberggemeinde - konnten sich mit dem Projekt und der Beschlussvorlage nicht anfreunden und lehnten ab. Für Sigrun Palinske, Planungsbüro IPU Erfurt, die die KAG betreut, ist das bedauerlich. Die Ablehnung von Tiefenort sieht sie nicht so dramatisch, denn Tiefenort wolle mit Bad Salzungen fusionieren und die Kreisstadt habe sich eindeutig zu den Zielen der KAG bekannt. Anders wäre es, wenn die Krayenberggemeinde bei der Ablehnung bliebe. Dann würde dieser Abschnitt an der Werra für Kanufahrer so bleiben, wie er ist. Und insbesondere in Merkers gebe es hohen Sanierungsbedarf. Für die Sanierung der Ein- und Ausstiegsstellen seien 75 Prozent Fördermittel beantragt, die würden in diesem Bereich der Werra wegfallen. Die Krayenberggemeinde müsste 25 Prozent der Kosten tragen. Nach ersten Schätzungen würde die Gemeinde mit zirka 14 000 Euro belastet.