Kaltenlengsfeld – Die „Rhöner Kulturtage“ in Kaltenlengsfeld – organisiert von der Folkloretanzgruppe in Zusammenarbeit mit dem Karnevalsverein – boten allen Musikfreunden „Rhöner Kultur pur“. Während am Nachmittag die „Spräublöaser“ aus Hessen und Bayern urige Musik mit kraftvollem Schwung anstimmten und die „Thüringer Spielleut“ aus Zella-Mehlis auf selbstgebauten Instrumenten spielten, wurde dem Publikum schnell klar, dass ursprüngliche Volksmusik eher wenig mit dem gemein hat, was unseren Ohren unter dieser Bezeichnung in einschlägigen Samstagabend-Fernsehsendungen angeboten wird. Bei Kaffee und Rahmkuchen von den Kaltenlengsfelder und Kaltennordheimer Backfrauen konnten sich die Gäste im Dorfgemeinschaftshaus des Ortes von der ganz besonderen Qualität des traditionell überlieferten Liedgutes überzeugen. Die Einnahmen der Veranstaltung sollen der Erneuerung des Bühnenvorhangs zugute kommen. Auf dem Programm der „Spielleut“-Familie Friedrich, Britta, Andreas und Anja Schlütter, Manfred Werner sowie Lennard Tröbs standen Lieder, die schon vor einigen hundert Jahren in deutschen Landen „modern“ waren. „Gelt mein Schatz“, „Vetter Michl“, der „Kirmeswalzer“ oder auch das „Hirtensignal“ erwiesen sich als Genuss erster Güte.