Dermbach - Als "Juwel der barocken Baukunst" bezeichnet Dermbachs katholischer Pfarrer Patrick Lindner das Gotteshaus. 1732 bis 1736 erbaute es der Fuldaer Baumeister Andreas Gallasini im Auftrag des Fürstabts Adolph von Dalberg. Die letzte Innenrenovierung erlebte die Kirche von 1964 bis 1972. Unter Aufsicht des Instituts für Denkmalpflege Erfurt wurde das Gebäude in mehreren Etappen restauriert. "Seitdem ist nun jedoch einiges Wasser die Felda hinabgeflossen", meint Pfarrer Lindner. Wer den Innenraum betrachtet, sieht, dass es bei der anstehenden Renovierung um mehr als Kosmetik geht. Der Putz ist an vielen Stellen gerissen, an einigen Stellen sogar schon abgelöst. "Gerade in den Spitzen der Fensterbögen nehmen diese Risse bereits gefährliche Dimensionen an. Diese Risse machen uns Sorgen", erklärt der Pfarrer. An einigen Stellen muss der Putz entfernt und neu aufgetragen werden. Ob manche Risse auch im Mauerwerk vorhanden sind, kann erst festgestellt werden, wenn der Putz an diesen Stellen entfernt ist. Dann wären dort weitere Sicherungsarbeiten nötig. Die Elektrik muss teilweise erneuert werden, stellenweise sind noch Aluminiumkabel aus tiefsten DDR-Zeiten verlegt. Die grau gewordenen Wände erhalten einen frischen Anstrich.
Bad Salzungen Risse im Putz und kranke Königin
Redaktion 23.05.2012 - 00:00 Uhr