Motzlar - In ihren Nöten und Ängsten hatten sich die Motzlarer während des II. Weltkrieges an Maria gewandt und ihren Schutz und ihre Gnade erfleht. Sie versprachen, ihr zu Ehren eine Grotte zu errichten, wenn ihr Dorf vor den Kriegswirren verschont bleibt. Mit dem Einzug des Friedens erinnerten sich die Gläubigen an ihr Versprechen und setzten dieses in die Tat um. Nach Anregung und Entwurf von Pfarrer, Dichter und Schriftsteller Ludwig Nüdling, dessen Grab sich auf dem Friedhof von Motzlar befindet, sollte die Gottesmutter an der zu errichtenden Grotte auch als Mittlerin aller Gnaden dargestellt werden. Im Mai 1948 wurde das Marienheiligtum, das sich an der Ostseite des Rockenstuhles befindet von Pastor Quell eingeweiht.