Geismar - Wenige hundert Meter vom Ortseingang Geismar entfernt, steht unmittelbar neben der Landesstraße eine Skulptur des heiligen Josef, umgeben von einer kleinen Anlage mit Blumen. Sie lädt ein zum Gebet und zum Verweilen. Pünktlich zur 1200-Jahrfeier von Geismar ließen Monika und Erwin Waider, welche die Gebetsstätte in alter Familientradition pflegen, Skulptur und Anlage komplett erneuern und bekamen hierbei vielfältige Unterstützung. Der Geismarer Fridolin Hahn stiftete im Jahr 1892 die Sandstein-Skulptur und stellte sie an dieser Stelle auf. Gefertigt wurde sie damals von dem in der Region bekannten Bildhauer Fleck. Erwin Waiders Urgroßvater war Hahns Patenkind und erbte später sein Haus in Geismar. Die Familie setzte die Tradition fort und kümmert sich um den heiligen Josef an der Straße. 1995 ließen sie ihn schon einmal in Ordnung bringen, doch verschlechterte sich der Zustand der Sandstein-Skulptur in den letzten Jahren erheblich. Der Sockel, ebenfalls aus Sandstein gefertigt, war direkt von einer Blumenrabatte umgeben. "Die Feuchtigkeit drang in den Sandstein ein und schädigte ihn", berichtet Erwin Waider. Im Jahr 2013 beauftragte er den Fuldaer Bildhauer Rainer Landgraf, Figur und Sockel zu untersuchen, ob eine Restaurierung möglich sei. Der Fachmann kam zu dem Ergebnis, dass dies aufgrund des maroden Zustands nicht machbar ist. Er sah keine andere Alternative, als eine völlig neue Skulptur anzufertigen. Lediglich der mittlere Sockel konnte wiederverwendet werden.
Bad Salzungen Ein neuer heiliger Josef am Straßenrand
Redaktion 01.07.2015 - 00:00 Uhr