Die erste öffentliche Strafsache im neuen Jahr am Sonneberger Amtsgericht wandte sich einer altbekannten Problematik zu: Beschaffungskriminalität zur Suchtfinanzierung. Konkret ging es um eine neu angesetzte Hauptverhandlung gegen einen jungen Mann aus gutem Hause, der schon im Dezember 2021 Gegenstand einer Prozess-Berichterstattung war. Damals war er noch mit einem Kollegen vor Gericht und erhielt für Besitz und Handel von Rauschgift in großen Mengen eine Haftstrafe von einem Jahr und vier Monaten nach dem Jugendstrafrecht, ausgesetzt auf drei Jahre Bewährung mit Bewährungshelfer. Sowie die Verpflichtung zur Suchtberatung. Ihm attestierte der Jugendpfleger aufgrund der unverschuldet komplizierten Biografie eine verzögerte geistige und sittliche Reife, die ihn in die Kriminalität stolpern ließ.
Amtsgericht Sonneberg Verteidiger rügt fragwürdige Beweise
Peter Müller 09.02.2023 - 10:51 Uhr