Amphibienrettung Fünftklässler fischen nach Überlebenden

Um die Frösche und Molche vor dem sicheren Tod im Kurpark-Wasserbecken zu retten, haben die Fünftklässler des Sportgymnasiums am Freitag eifrig gekeschert. Förster Ronny Eckhardt setzte die Tiere in den Sieglitzteich um.

Für einige kommt die Rettung zu spät. „Wir waren erschrocken, wie viele tote Tiere in den Becken im Kurpark treiben“, schildert Doreen Siebelist, Lehrerin am Oberhofer Sportgymnasium. Verzweifelt paddeln die Amphibien dort ums Überleben. Sie kommen nicht raus an den Betonwänden.

Auf der Suche nach einem Laichgewässer haben die Frösche und Molche das Wasser in der Stadtmitte ausfindig gemacht, sagt Förster Ronny Eckhardt. Nun zieht es die Mini-Fröschlein an Land. Doch es gibt kaum Ausstiegsmöglichkeiten oder Ruhezonen. Also paddeln sie weiter, bis ihnen Kraft und Luft ausgehen.

Um Hunderten Fröschen und Molchen das Leben zu retten, haben die Fünftklässler des Sportgymnasiums am Freitag gekeschert. Mit Fingerspitzengefühl fischten sie nach dem Amphibien-Nachwuchs. Per Transporteimer ging es dann für die Tiere in Richtung Sieglitzteich.

Für die Fünftklässler ist die Umweltschutzaktion im Kurpark eine von vielen. Zum Welttag des Buches setzten sie sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander, erklärt Doreen Siebelist. Sie regten ein Mülltrennsystem in der Schule an und designten neue Müllkübel. „Wir haben außerdem ein Buch gelesen, in dem es um eine schützenswerte Gelbbauchunke ging“, sagt Doreen Siebelist. Wie gerufen kam daher die Idee von Ronny Eckhardt, die Frösche aus der Stadt in den Wald umzusiedeln.

Ein sichtbares Zeichen für ihre Hilfe ist nun am Sieglitzteich zu entdecken. Die Kinder haben Lurche gebastelt und an Bambusstäben fixiert. Sie stehen am Ufer und weisen auf die Neuankömmlinge hin.

Noch immer schwimmen allerhand Tiere im Kurpark-Becken. „Die Stadt muss sich da was einfallen lassen“, sagt der Förster. Die Kinder haben angekündigt, nochmal mit dem Kescher losziehen zu wollen. at

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