425 Jahre Lauscha Vereine gestalten Jubiläumsfest

Doris Hein

Lauscha feiert 425-jähriges Jubiläum. Dazu gab es nun den ersten Tag der Vereine. Auf dem Festplatz und drum herum zeigten vier Stunden lang groß und klein, was in Lauscha auf Vereinsebene alles gemacht wird und wo man selbst auch mitmachen kann, denn alle Vereine suchen Nachwuchs.

Das Jubiläum „425 Jahre Lauscha“ nutzte die Glasstadt am Samstag, um erstmals einen „Tag der Vereine“ zu feiern. Die Resonanz sowohl auf als auch vor der Bühne war enorm. Er sei froh, dass die Lauschaer Vereinslandschaft so vielfältig sei, lobte Bürgermeister Norbert Zitzmann zur Eröffnung der Veranstaltung auf dem Festplatz des Kirmeskollektivs Köpplein, das auch die Versorgung der Gäste übernahm. Alkoholfreie Getränke, Kaffee und Kuchen spendierte an diesem Nachmittag die Stadt ihren Bürgern ebenso wie leckeres Softeis für die Kinder. Fürs Team der Ernstthaler Sommerrodelbahn stand Familie Köhler am Rost.

Auf dem Festplatz und drum herum zeigten vier Stunden lang groß und klein, was in Lauscha auf Vereinsebene alles gemacht wird. „... und wo man selbst auch mitmachen kann, denn alle Vereine suchen Nachwuchs“, wie das Stadtoberhaupt betonte.

„Machen wir uns einen schönen Nachmittag“, empfahl Fritz Gramß, der gekonnt durchs Programm führte und dabei selbst so manchen Punkt mit gestaltete. Etwa im Reigen der Musiker der Lauschaer Stadtkapelle oder bei den Lauschensteiner Jodlern. Mit altbekannten Melodien brachten sich die Sänger des Schlagerchores der Stadtkapelle mit ein. Dass an musikalischem Nachwuchs in Lauscha kein Mangel herrscht, bewiesen die Steppkes der Awo-Kindertagesstätte „Hüttengeister“, die das Publikum ebenso begeisterten wie der Schulchor der Grundschule. Mit Unterstützung von Sebastian Siegel trugen letztere etwa ein Mundartlied vom Stieglitz vor.

Besonderen Applaus verdienten sich Leonie, Leila, Max, Vincent, Emil und Larissa mit ihrem Lied „Schön, dass es die Sonne gibt“, auch wenn sich so mancher Besucher bei den sengenden Temperaturen lieber ein paar Wolken wünschte.

Noch heißer als im Festzelt ging es bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr zu. Lauschaer und Ernstthaler Wehr hatten – ebenso wie die Bergwachtbereitschaft – einen Teil ihrer Ausrüstung mitgebracht und beantworteten bereitwillig Fragen interessierter Gäste. Fett- und Spraydosen-Explosionen hatten zwar den gewünschten Vorführ-Effekt. Doch ob sich deshalb jemand zum Mitmachen bei den Kameraden anmeldet? Schön wär’s! Zumindest die Kleinen übten sich schon mal im Dosen-Zielspritzen.

Gleich nebenan simulierten die Trainer des WSV den Winter und schickten Laufwillige auf Skiern über die präparierte Wiese. Die Fußballer hatten eine Torwand mitgebracht, an der sich so mancher für seine Treffer eine Belohnung erspielte. Wer’s gemütlicher haben wollte, der schaute sich die Bilder an, mit denen Tourismusstammtisch, Schulförder- und Schwimmbadverein über ihre Aktivitäten informierten. Interessante Lektüre über die Geschichte von Lauscha und Ernstthal hatten der Heimat- und Geschichtsverein und der Mondstürerverein mitgebracht. Letzterer präsentierte, als Vorschau auf das Mondstürerfest samt Oldtimer-Rundfahrt im Juli, diverse historische Zweiräder, etwa eine 96 Jahre alte Nürnberger Triumph.

Zu fortgeschrittener Stunde ging das bunte Treiben nahtlos über in den Tanzabend mit „Jojozeit“.

 

Bilder