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2. Südthüringer Chorfestival

Chor der Suhler Kantorei

Zum ersten Mal beim Südthüringer Chorfestival dabei ist die Suhler Kantorei. Die Sänger freuen sich auf die große Bühne im CCS und darauf, all die anderen Chöre zu erleben.




Die Sänger der Suhler Kantorei können auf 50 Jahre des Bestehens ihres Chores zurückblicken
und freuen sich auf das Festival. Foto: Kantorei

Zum ersten Mal beim Südthüringer Chorfestival dabei ist die Suhler Kantorei. Die Sänger freuen sich auf die große Bühne im CCS und darauf, all die anderen Chöre zu erleben.

Singen ist für die etwa 40 Sänger der Suhler Kantorei eine Leidenschaft. Die pflegen sie, weil sie bei den wöchentlichen Proben sowie an den Proben-Wochenenden vor großen Auftritten liebe Freunde treffen, weil die Gemeinschaft mit den anderen Sängern gut tut, weil die Musik die Seele oft stärker berührt als Worte, weil man seinen Ärger wegsingen kann . . . Diese und viele andere gute Gründe haben die Männer und Frauen, die beim Südthüringer Chorfestival mit auf der großen Bühne des CCS stehen werden - gemeinsam mit dem Suhler Kantor Philipp Christ. Unter seiner Leitung, die er seit 2010 innehat, haben sie das Volkslied "Der Winter ist vergangen" einstudiert. Der Text des Volksliedes, das seinen Ursprung in den Niederlanden hat, tauchte erstmals im 15. Jahrhundert - auf ein loses Blatt geschrieben - auf. Von wem er aber stammt, ist bislang unbekannt. Das zweite Lied, mit dem die Suhler Kantorei zu hören sein wird, ist der Sommer-Psalm von dem schwedischen Organisten und Komponisten Waldemar Aahlen (1894 bis 1982). Der Sommer-
psalm ist sein populärstes Musikstück. Er wurde gern auch als Filmmusik verwendet - beispielsweise 1996 in dem schwedischen Streifen "Die Spur der Jäger". Wie Philipp Christ sagt, werde die Kantorei diesen Sommerpsalm nicht alleine, sondern mit dem Suhler Knabenchor zusammen singen. "Wir freuen uns sehr auf dieses Festival, weil wir hier ganz sicher auch in den Austausch mit anderen Chören kommen können. Und wir singen hier nicht Ausschnitte aus unserem üblichen Repertoire, sondern etwas für uns Neues. Und das ist eine schöne Abwechslung", so Christ.

Die Kantorei hat sich in ihrer 50-jährigen Geschichte viele anspruchsvolle Werke auf die Bühnen gebracht. Darunter die Johannes-Passion, Misa a Buenos Aires/Misa Tango, die h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach, Reinhard Keisers Markuspassion, Mozarts Requiem und einiges andere mehr. Und: Jährlich gibt es das Weihnachtsoratorium zu hören - im vergangenen Jahr erstmals gemeinsam mit der Suhler Singakademie. Zum Jubiläumskonzert ließen die Sänger Chormusik aus England und den USA hören.

Ein halbes Jahrhundert erfreut die Kantorei, zu der sich die Chöre aus der Kreuz- sowie der Hauptkirche zusammengeschlossen haben, nun schon ihr Publikum mit glanzvollen Konzerten. In dieser Zeit hat vor allem Kirchenmusikdirektorin Elisabeth Schubert die Kantorei zu einer musikalischen Institution entwickelt. Hier konnte Philipp Christ anknüpfen und den Chor weiterführen - auch zu einem etwas anderen Stil, der das klassische Programm ergänzt. Um die argentinische Tango-Messe zum Beispiel. "Die Sänger sind sehr ehrgeizig und streng mit sich selbst. Und sie haben so viel Spaß am Singen, der sich wunderbar überträgt. Es macht wirklich viel Freude, mit dem Chor zu arbeiten, auch wenn sich Werke wie etwa die h-Moll-Messe von Bach nicht so leicht üben und Ausdauer brauchen", sagt der Suhler Kantor. Mit den Liedern für das Festival erweitert der Chor sein Repertoire einmal mehr.

 

Zum 2. Südthüringer Chorfestival am 11. Mai, ab 17 Uhr ist die Suhler Kantorei im CCS zu erleben.

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