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U21 glänzt mit «extremer Offensiv-Power»

Nach den Rücktritten von Gomez und Wagner beklagen viele das Fehlen von klaren Mittelstürmern im A-Nationalteam. Bei der deutschen U21 treffen gleich drei Angreifer - und die gesamte Mannschaft beweist ihre Spielfreude. Das bringt Trainer Stefan Kuntz in die Zwickmühle.



Stürmer
Janni Serra (l) traf gegen Mexiko.   Foto: Nicolas Armer

Der dreifache deutsche Stürmer-Jubel machte auch den Ex-Torjäger Stefan Kuntz froh.

«Natürlich bin ich zufrieden, dass meine Stürmer getroffen haben», sagte der U21-Nationaltrainer grinsend nach dem 3:0-Testspielsieg seiner Mannschaft gegen Mexiko, den die Angreifer Janni Serra, Aaron Seydel von Holstein Kiel sowie Schalkes Cedric Teuchert herausgeschossen hatten.

«Sie hatten den Auftrag, heute alles auszuprobieren, vor allem offensiv. Wir wollten ihnen den Mut dafür mitgeben», sagte Kuntz, dessen Team zum wichtigen EM-Qualifikationsspiel in Irland am Dienstag offensiv in Topform ist.

Während Fußball-Bundestrainer Joachim Löw in der A-Nationalmannschaft nach den Rücktritten von Mario Gomez und Sandro Wagner noch nach der Idealbesetzung im Sturmzentrum sucht, war Kuntz mit seinem Angriff rundum zufrieden. «Es haben heute drei Stürmer getroffen, ich denke, wir müssen uns nicht verstecken», sagte der 20 Jahre alte Serra, der bei Zweitligist Holstein Kiel Teamkollege von Seydel ist. «Wir glauben an unsere Qualitäten und die Qualität ist unser Offensivspiel natürlich auch. Wir haben eine extreme Offensiv-Power.»

Nach dem mageren 0:0 in der EM-Qualifikation gegen den Kosovo im Frühjahr hatte es viel Kritik an der Offensive der deutschen U21 gegeben, gegen Mexiko präsentierte sich das Team nun rechtzeitig zur entscheidenden Quali-Phase spielfreudig und abschlussstark. «Es waren sehr viele gute Spielzüge, der Sieg hätte auch höher ausfallen können», lobte Kuntz. Die Diskussionen über die Nachwuchsarbeit des DFB nach dem WM-Debakel kann er ohnehin in vielen Punkten nicht nachvollziehen: «Wir haben Spieler mit Eins-gegen-eins-Qualitäten.»

Dabei musste der 55-Jährige wieder einmal umstellen, nachdem in Thilo Kehrer und Jonathan Tah seine beiden Kapitäne zum A-Nationalteam gereist waren. «Wir können nicht kontinuierlich das, was wir uns erarbeitet haben, fortführen, weil wir relativ viele Personalwechsel haben», sagte Kuntz. «Aber die Jungs haben sehr schnell zueinander gefunden. Bei den neuen Spielern hat man gar nicht gemerkt, dass sie noch nicht für uns gespielt haben», sagte er über die vier Debütanten Arne Maier, Marco Richter, Felix Uduokhai und Markus Schubert.

Allen Feldspielern gab Kuntz gegen Mexiko mindestens eine Halbzeit Spielpraxis, testete ein neues System und verschiedene Formationen. «Man hat gesehen, dass wir richtig viel Qualität haben, auch wenn viele etablierte Spieler nicht da sind», sagte Benjamin Henrichs, der auf der für ihn ungewohnten Mittelfeldposition spielen durfte.

Aus diesen Experimenten muss Kuntz nun die Schlüsse für das wichtige Qualifikationsspiel ziehen. Zwei Punkte liegen die Iren hinter der DFB-Auswahl, nur der Gruppenerste löst das direkte EM-Ticket. «Eins von den Zielen, die ich der Mannschaft mitgegeben habe, hat sie voll erreicht», sagte Kuntz mit einem Schmunzeln. «Dass sie ihrem Trainer die Entscheidung unglaublich schwer macht, wer am Dienstag auf der Tribüne sitzt, auf der Bank oder in der Startformation ist.»

Veröffentlicht am:
08. 09. 2018
10:12 Uhr

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dpa

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Veröffentlicht am:
08. 09. 2018
10:12 Uhr



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