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Spannung in der Bundesliga

So spannend war der Titelkampf der Bundesliga lange nicht: Leipzig spielt nur Remis gegen Gladbach, Bayern ist wieder vorn. Auch der BVB überzeugt mit Rekordmann Haaland weiter. Das Topspiel wird von einem Aufreger überschattet, in Augsburg fällt ein Slapstick-Tor.



Spitzenreiter
Dank des Leipziger Patzers stehen die Bayern wieder an der Tabellenspitze.   Foto: Torsten Silz/dpa

Nach nur drei Rückrunden-Spieltagen hat der FC Bayern München im Titelkampf der Fußball-Bundesliga seinen Rückstand in einen Vorsprung verwandelt.

RB Leipzig ist nach dem 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach nur noch Zweiter, die Gladbacher und Borussia Dortmund folgen direkt dahinter. Der Titelkampf ist spannend wie lange nicht. Darüber hinaus brachte der Bundesliga-Samstag Aufreger, Rekorde und ein bemerkenswertes Debüt.

Ein Überblick:

HAALAND-SHOW: Drittes Spiel und zum dritten Mal mindestens zwei Tore: Der 19 Jahre alte BVB-Neuzugang Erling Haaland sorgt weiter für Furore. In drei Spielen kommt der Norweger nun auf sieben Treffer - das ist vor ihm noch keinem Bundesliga-Profi gelungen. «Das ist eine ganz besondere Kombination aus körperlicher Robustheit, feiner Technik und ungeheurem Speed», lobte BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Youngster Jadon Sancho traf beim 5:0 gegen Union Berlin ebenfalls und ist nun der jüngste Spieler in der Liga-Geschichte mit 25 Treffern.

KNACKPUNKT: Mit 2:1 führte Borussia Mönchengladbach bei RB Leipzig, am Ende stand es 2:2. Ein Grund dafür: Die Gelb-Rote Karte gegen Torschütze Alassane Pléa, der zunächst wegen Meckerns Gelb sah, sich dann auch noch über diese Entscheidung beschwerte und vom Platz flog. «Man kann schon mal ein bisschen Fingerspitzengefühl zeigen», kritisierte Gladbachs Jonas Hofmann Schiedsrichter Tobias Stieler. «Zwei Gelbe Karten, das ist schon sehr, sehr bitter.»

TORGIER: Mit vier Punkten Rückstand auf Tabellenführer RB Leipzig ging der FC Bayern in die Rückrunde. Drei Spiele später ist daraus ein Zähler Vorsprung geworden. «Es ist noch ein weiter Weg in dieser Saison», sagte David Alaba mit Blick auf den möglichen achten Titel in Serie. Gegen den FSV Mainz 05 machten Robert Lewandowski, Thomas Müller und Thiago mit ihren Toren früh alles klar - danach schalteten die Münchner aber einen Gang zurück. «Damit müssen wir kritisch umgehen», sagte Trainer Hansi Flick zu dem Leistungsabfall.

VERWEIGERUNG: Der 1. FSV Mainz 05 war in der ersten Halbzeit gegen den FC Bayern klar unterlegen. Besonders schlimm dürfte der Tag für Mittelfeldspieler Kunde gewesen sein, der schon in der 32. Minute ausgewechselt wurde, Trainer Achim Beierlorzer dann den Handschlag verweigerte und damit für Aufregung sorgte. «Das hat etwas mit Respekt zu tun, den Trainer abzuklatschen. Er hat kein gutes Spiel gemacht. Dann muss man es auch akzeptieren», kritisierte Beierlorzer.

DEBÜTANT: Mit 51 Jahren gab Uwe Rösler sein Trainer-Debüt in der Bundesliga - und beinahe wäre ihm bei Fortuna Düsseldorf ein perfekter Einstand gelungen. Ein Gegentor in der Nachspielzeit verhinderte den möglichen Sieg gegen Eintracht Frankfurt. «Ich kann meiner Mannschaft nur ein Riesenkompliment machen», sagte Rösler. «Wir waren in allen Belangen die bessere Mannschaft.»

SLAPSTICK: Augsburgs Jeffrey Gouweleeuw wollte klären - und traf seinen Mitspieler Tin Jedvaj, der den Ball unfreiwillig ins eigene Tor beförderte. «Wir schießen uns das fast selber rein», sagte Kapitän Daniel Baier über das Eigentor zum 0:1-Rückstand gegen Werder Bremen. Doch Pechvogel Jedvaj und seinen Teamkollegen dürfte es am Ende ziemlich egal gewesen sein - die Partie gewannen sie dank der Tore von Florian Niederlechner und Ruben Vargas noch mit 2:1.

FRUST: Davie Selke arbeitete und kämpfte - doch die nächste Bremer Niederlage konnte auch der Neuzugang von Hertha nicht verhindern. «Es wird eine Rückrunde, in der wir in jedem Spiel alles raushauen müssen», prophezeite der Stürmer. Trotz Rang 16 steht Trainer Florian Kohfeldt bei den Norddeutschen weiter nicht zur Diskussion. «Man hat wieder gesehen, dass ein klarer Plan da war», sagte der Bremer Sportchef Frank Baumann. «Wir haben keine Zweifel an Florian.»

SCHLÜSSELSPIELE: Köln will weiter klettern, Paderborn weg von Platz 18: In den Sonntagsspielen steht der Abstiegskampf im Mittelpunkt. Die Kölner empfangen den SC Freiburg, Paderborn den VfL Wolfsburg, der die vergangenen drei Spiele verloren hat. Vier Neuzugänge hat Paderborn im Winter geholt - und nimmt den Klassenverbleib ins Visier. «Es war wichtig, den Kader zu verändern», sagte Trainer Steffen Baumgart.

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dpa

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Veröffentlicht am:
02. 02. 2020
08:38 Uhr

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02. 02. 2020
08:38 Uhr



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