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Schalke siegt gegen Wolfsburg nach Torwart-Rochade

Schalke holt drei wichtige Punkte und setzt sich vom Tabellenkeller erst einmal etwas ab. Vor dem Sieg gegen Wolfsburg überrascht Trainer Domenico Tedesco mit einem Wechsel auf der Torhüterposition. Debattiert wird auch über die Zukunft von Manager Christian Heidel.



Spätes S04-Glück
Ausgerechnet der Ex-Wolfsburger Caligiuri (2.v.l.) trifft zum Siegtreffer für Schalke.   Foto: Bernd Thissen

Der FC Schalke 04 hat die Sorge vor einem drohenden Abstiegskampf vorerst gebannt, kommt aber weiter nicht zur Ruhe.

Begleitet von Schlagzeilen über die unsichere Zukunft von Manager Christian Heidel und Diskussionen über die überraschende Torwart-Rochade von Ralf Fährmann zu Alexander Nübel gelang dem Revierclub mit dem 2:1 (1:1) über den VfL Wolfsburg der zweite Sieg in Serie. Vor 59.827 Zuschauern sorgte Doppel-Torschütze Daniel Caligiuri (8./Foulelfmeter/78. Minute) für den ersehnten Befreiungsschlag.

«Vor allem Erleichterung», beschrieb Cagligiuri nach dem Spiel seinen Gemütszustand. «Wir waren aggressiver in den Zweikämpfen. Ich denke, nach der zweiten Halbzeit geht der Sieg in Ordnung», sagte der Doppeltorschütze bei Sky.

Auch Trainer Domenico Tedesco sprach von Erleichterung - angesichts der schwierigen Torwartpersonalie. Kapitän Fährmann habe die Zurückstufung «absolut professionell» aufgenommen, sagte Tedesco, der von «Glück» sprach zwei gute Torhüter zu haben - Nübel habe nun das Vertrauen, doch 100 Prozent festlegen auf den Nachwuchsmann wollte sich der Trainer auch nicht und sprach von einem «guten Zweikampf».

Wie schon beim 3:1 in Stuttgart zum Hinrundenabschluss trotzen die Schalker im ersten Spiel nach der Winterpause ihren großer Personalproblemen und wendeten damit ein Abrutschen in die Gefahrenzone ab. Als Tabellen-Zwölfter haben sie sieben Punkte Vorsprung auf Platz 16. Die Erfolgsserie der Wolfsburger mit zuletzt sechs Bundesliga-Spielen ohne Niederlage ging trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs durch Elvis Rexhbecaj (20.) zu Ende.

Schon vor dem Anpfiff sorgte die überraschende Maßnahme von Trainer Domenico Tedesco, Stammkeeper Fährmann durch Nübel zu ersetzen, für Gesprächsstoff. Und der 22 Jahre alte Nübel rechtfertige bereits in der 4. Minute die Beförderung, als er einen Kopfball von Admir Mehmedi in sehenswerter Manier parierte.

Nicht nur diese Parade trug dazu bei, dass die Schalker einen Start nach Maß erwischten. Denn nur drei Minuten später entschied Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) nach einem Foul des Wolfsburgers William an Allesandro Schöpf auf Foulelfmeter, den Caligiuri gegen seinen ehemaligen Club sicher verwandelte.

Doch die Freude der Schalker, die auf Guido Burgstaller, Amine Harit, Breel Embolo, Nabil Bentaleb und Jewhen Konoplyanka verzichten mussten, währte nicht lange. Nach einem Pfostenschuss von Mehmedi war Rexhbecaj zur Stelle und traf aus acht Metern mit seinem ersten Bundesligator zum verdienten 1:1 - Nübel hatte keine Abwehrchance.

Dieser Ausgleich gab den Norddeutschen zusätzlichen Auftrieb. Bei einer Chance von Yannick Gerhardt (27.), der freistehend an Nübel scheiterte, waren sie der Führung nahe. Trotz der Ausfälle von Kapitän Josuha Guilavogui und Angreifer Daniel Ginczek kontrollierten sie das Geschehen in der ersten Halbzeit gegen die spielerisch limitierten Gastgeber weitgehend.

Doch nach Wiederanpfiff geriet das Team von Trainer Bruno Labbadia urplötzlich ins Wanken, als Mark Uth (50.) Torhüter Koen Casteels prüfte und Sebastian Rudy (51.) nur eine Minute später ebenfalls per Kopfball nur die Latte traf. Doch mit zunehmender Spielzeit verflachte die Partie, weil beide Teams sich vor allem im Spielaufbau schwer taten. Bis auf einen Schuss des Wolfsburger Wout Weghorst kann am Schalker Tor vorbei bekamen die Zuschauer in der zweiten Halbzeit wenig zu sehen. Caligiuri bestrafte die VfL-Passivität mit einem feinen Schlenzer und sorgte für neue Hoffnung auf Schalke.

Veröffentlicht am:
21. 01. 2019
06:59 Uhr

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dpa

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Veröffentlicht am:
21. 01. 2019
06:59 Uhr



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