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Rekordjäger Hamilton: Das Ende ist noch lange nicht in Sicht

Lewis Hamilton kann bei seinem Heimrennen Historisches schaffen. Der fünfmalige Weltmeister ist auch in diesem Jahr nicht zu schlagen. Formel-1-Erfolge in Silverstone bleiben trotzdem ganz besonders.



Lewis Hamilton
Heimsieg: Lewis Hamilton wird nach seinem Erfolg 2018 in Silverstone von den Fans gefeiert.   Foto: Valdrin Xhemaj/EPA

Nur zu gerne würde Lewis Hamilton dieses ganz besondere Bad in der Menge wiederholen. Auf den Händen seiner Landsleute hatte er sich nach seinem letzten Sieg in Silverstone vor zwei Jahren völlig euphorisiert durchs Publikum tragen lassen.

«Das war das Coolste, was mir bis dahin jemals passiert ist», erinnerte sich Hamilton vor dem Heimspiel am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky): «Das war sehr speziell und gab ein richtig cooles Bild.»

Fünfmal hat der Mercedes-Pilot bereits ein Formel-1-Rennen in Großbritannien gewonnen. Ein weiterer Triumph würde ihn zum alleinigen Rekordhalter machen. «Der Fakt, dass das möglich ist, ist unglaublich für mich. Es war in der Vergangenheit immer eine Strecke für uns», sagte Hamilton bei einer Pressekonferenz und sprach vom «speziellsten Grand Prix des Jahres»: «Es geht um Druck und Adrenalin. Meine ganze Familie ist da, auch enge Freunde.»

Nachdem es im Vorjahr nach einem nicht von ihm verschuldeten Unfall nur zu Rang zwei hinter Ferrari-Star Sebastian Vettel gereicht hatte, ist der 34-Jährige im zehnten Saisonlauf erneut der große Favorit. Selbst sieht er das allerdings ein wenig anders: «Wir sind uns bewusst, dass Red Bull und Ferrari Schritte nach vorne machen. Ich denke, dass es jetzt enger zwischen uns wird, das wird kein leichtes Wochenende.» Schon jetzt beträgt Hamiltons Vorsprung in der WM-Wertung auf Vettel 74 Punkte - Titel Nummer sechs ist greifbar.

Dass er einmal so weit kommen würde und sogar nach den Bestmarken von Rekordweltmeister Michael Schumacher greift, war nicht abzusehen, als Hamilton im Alter von acht Jahren mit dem Kartsport begann. Nur rund 80 Kilometer entfernt vom Hochgeschwindigkeitskurs in Silverstone versuchte er sich erstmals auf der Rennstrecke, vor allem gefördert durch seinen Vater Anthony. «Mein Dad hat für mich alles aufgegeben», schrieb Hamilton einmal bei Twitter. Vier Jobs habe dieser gleichzeitig gehabt, um seinem Sohn das teure Hobby Motorsport zu finanzieren.

Hamilton machte schnell Fortschritte, gewann als Teenager schon Rennen im ganzen Land und kämpfte sich bis ganz nach oben. Seine Herkunft spiele dabei eine entscheidende Rolle, sagte er. Es habe ihn angetrieben, es aus sehr einfachen Verhältnissen in Mittelengland herauszuschaffen. «Der Hunger ist anders», sagte Hamilton einst angesprochen auf seinen ehemaligen Teamkollegen Nico Rosberg, den Weltmeister von 2016. «Ich komme aus einem nicht so tollen Ort, und Nico ist in Monaco aufgewachsen, mit Jets, Hotels und Booten.»

All diese Dinge kann sich Hamilton längst selbst kaufen. In der Welt der Stars ist er zu Hause, sitzt bei Modenschauen in Paris in der ersten Reihe und ist mit Superstars wie Fußball-Profi Neymar oder Popstar Justin Bieber eng befreundet. Auch zwischen den Rennen reist er um die Welt und bekommt für seinen extravaganten Lebensstil von Mercedes viele Freiheiten. Dieses Vertrauen zahlt er mit Siegen zurück.

Hamilton ist in einem Alter, in dem andere ans Aufhören denken, aber er sagt: «Ich kann sicher noch fünf Jahre machen. Ich kann weitermachen, bis es mir keinen Spaß mehr macht.» Der Brite besitzt bei den Silberpfeilen noch einen Vertrag bis Ende 2020 und nimmt sich Schumacher als Vorbild. «Michael ist mit 38 Jahren zurückgetreten», sagte er und ließ keinen Zweifel an seinem ungebrochenen Willen, erfolgreich zu sein: «Ich bin unglaublich entschlossen zu gewinnen.»

Das gefällt auch seinem Mercedes-Boss Toto Wolff. «Er ist jedes Jahr erwachsener geworden, mit weniger emotionalen Schwankungen. Er ist jetzt stabiler und sehr gut ins Team integriert», sagte der 47 Jahre alte Österreicher der britischen Zeitung «The Telegraph». Den Rekord von Michael Schumacher von sieben WM-Triumphen habe Hamilton im Hinterkopf, sagte Wolff: «Der Grund, warum er es nicht ausspricht, ist, dass dazwischen noch ein sechster liegt.»

Veröffentlicht am:
11. 07. 2019
16:16 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
11. 07. 2019
16:16 Uhr



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