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RB-Coach Nagelsmann will Tormaschine Zenit stoppen

Training war in der Länderspielpause kaum möglich. Daher will Leipzigs Coach Nagelsmann die Unzulänglichkeiten im RB-Spiel mit Wissensvorsprung bekämpfen. Torwart Gulacsi fordert vor dem Zenit-Spiel die Rückkehr zu alten Tugenden: Die Null muss stehen.



Julian Nagelsmann
Ist mit seinen Leipzigern gegen St. Petersburg gefordert: RB-Coach Julian Nagelsmann.   Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Statt mit hartem Training will Julian Nagelsmann die russische Torfabrik von Zenit St. Petersburg mit taktischen Lösungen stoppen.

«Wir bewegen uns mehr im Wissensbereich», betonte der Cheftrainer von RB Leipzig vor dem Spitzenspiel in der Gruppe G an diesem Mittwoch (18.55 Uhr/DAZN) in der Champions League. Der russische Meister erzielte in den letzten drei siegreichen Spielen zwölf Tore - RB zwei Treffer in drei sieglosen Partien.

Vor allem warnt Nagelsmann vor Stürmer Artjom Dsjuba. «Dsjuba hat eine gute Präsenz, er kann die Bälle gut ablegen. Und Zenit spielt viel über die Flügel und sucht mit Flanken den 1,96 Meter großen Stürmer», sagte Nagelsmann und versucht Druck vom Team zu nehmen: Ein Sieg sei «keine Pflicht», aber es wäre ratsam «die Spiele zu gewinnen, wenn man weiterkommen möchte».

Zenit-Trainer Sergej Semak warnte vor Leipzigs Nationalstürmer Timo Werner. «Es gefällt mir, was Leipzig macht, viele Handlungen sind auf die Stärken von Timo Werner ausgerichtet. Er ist einer der Schlüsselspieler für Leipzig, aber auch die anderen Spieler haben entsprechendes Potenzial», meinte der Coach, der noch offen ließ, ob er mit einer Dreier- oder Viererkette spielt. Auch von der Sieglos-Serie der Leipziger will er sich nicht blenden lassen. «Das Niveau der Bundesliga ist entsprechend hoch. Wir sehen, dass alle Mannschaften - auch Bayern - die Punkte verlieren, deswegen sehe ich da keine Probleme», sagte Semak.

In der Länderspielpause waren 15 RB-Profis abgestellt. «Wir haben oft nicht mit mehr als zehn Spielern trainiert, oft halfen die Co-Trainer mit aus», betonte Nagelsmann und setzt daher vermehrt auf Videos. «Wir haben 17 Szenen rausgeschnitten und mit den Jungs besprochen. Es geht um Lösungen der Spielsituationen», sagte Nagelsmann und erklärte seine Taktik, mit der er «eine erweiterte Philosophie reinbringen» wolle. «Wenn etwas nicht so gut funktioniert, dann fallen wir in alte Muster. Dann schlagen wir lange Bälle. Ich will, dass dann alle das gleiche machen und wir nicht geteilt sind, die einen wollen lange Bälle spielen, die anderen die Bälle spielen. In Krisensituationen tun Menschen alles gleich», betonte er.

Personell gibt es noch einige Fragezeichen. Daher möchte Nagelsmann die Eindrücke vom Abschlusstraining abwarten und erst am Mittwochvormittag über die Aufstellung entscheiden. Dann weiß er auch, ob es für Marcel Halstenberg reicht, der zuletzt wegen Rückenprobleme pausieren musste. Auch der Startelfeinsatz von Kevin Kampl ist noch offen: «Er ist noch nicht bei Hundertprozent», meinte Nagelsmann.

Taktisch rechnet der RB-Coach mit vielen Varianten beim Tabellenführer der Gruppe G. «In der Defensive kann man sich nicht festlegen, mal verteidigen sie hoch, mal sehr kompakt. In der Champions League agieren sie oft mit einer anderen Ordnung als in der Liga», analysierte Nagelsmann, der nach vier sieglosen Pflichtspielen keine ernsthafte Situation sieht. «Wenn wir eine Krise haben, dann hat ja die halbe Liga eine Krise», meinte er schmunzelnd.

RB-Keeper Peter Gulacsi sieht es ähnlich. «Auch wenn es ergebnistechnisch nicht so gut lief, sind wir auf einem guten Weg», sagte der Ungar und betonte: «Ich sehe keine dramatische Situation.» Vielmehr will er sich mit seinem Team auf alte Stärken besinnen: «Es ist notwendig, um Spiele zu gewinnen, die Null zu halten. Es gibt viele Art und Weisen, um zu null zu spielen: hinten reinstellen oder vorne den Ball halten», meinte er und betonte: «Die Wichtigkeit in der Champions League ist höher als in der Bundesliga, das wissen wir. Wenn wir ein perfektes Spiel liefern, dann können wir es schaffen.»

Veröffentlicht am:
22. 10. 2019
19:10 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
22. 10. 2019
19:10 Uhr



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