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Profifußballer in Quarantäne: «Es kann jeden treffen»

Bei Hannover 96 und dem SC Paderborn wurden die ersten positiven Befunde auf das Coronavirus im deutschen Profifußball festgestellt. Mittlerweile mussten sich einige Teams in Quarantäne begeben.



Fußball
Im deutschen Fußball ruht der Ball und einige Mannschaften mussten sich in Quarantäne begeben.   Foto: Patrick Seeger/dpa

Der SC Paderborn war die erste Mannschaft in der Fußball-Bundesliga, die nach dem positiven Coronavirus-Befund für Spieler Luca Kilian in die Quarantäne musste.

Zuvor wurde bereits Timo Hübers vom Zweitligisten Hannover 96 positiv getestet. Seitdem wurde für einige Profiteams Quarantäne angeordnet. «Es kann jeden treffen», meinte Fredi Bobic, Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt.

SC PADERBORN: Der SC Paderborn beklagte mit dem deutschen U21-Nationalspieler Luca Kilian den ersten Bundesliga-Profi, bei dem das Coronavirus nachgewiesen wurde. Seitdem ist die gesamte Mannschaft in häuslicher Quarantäne. Allerdings waren die Testergebnisse bei allen anderen Spielern, Trainern und Betreuern negativ.

HERTHA BSC: Das Team des Berliner Bundesligisten befindet sich seit dem vergangenen Dienstag in insgesamt zweiwöchiger Quarantäne nachdem bei einem Spieler ein positiver Befund auf das Coronavirus festgestellt wurde. Weitere positive Befunde gab es aber nicht. «Alle Tests unserer Spieler des Lizenzspielerkaders sowie des Trainer- und Funktionsteams sind negativ ausgefallen», teilten die Berliner am Freitag mit. «Dennoch muss an der angeordneten zweiwöchigen Quarantäne bis Ende März festgehalten werden.» Der positiv getestete Spieler, dessen Namen die Berliner nicht bekanntgaben, habe über die üblichen Symptome geklagt. Er sei dann umgehend von der Gruppe getrennt worden.

EINTRACHT FRANKFURT: Alle Spieler, Trainer, Betreuer und Funktionäre befinden sich für zwei Wochen in Quarantäne, nachdem es bei den Hessen zwei positive Coronavirus-Fälle gegeben hat. Um wen es sich dabei handelt, gab der Verein nicht bekannt. Den beiden Betroffenen gehe es den Umständen entsprechend gut. «Es zeigen sich die typischen Symptome, aber es handelt sich um keinen kritischen Zustand», sagte Sportvorstand Fredi Bobic.

HANNOVER 96: Abwehrspieler Timo Hübers ist der erste deutsche Fußball-Profi, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Einen Tag später vermeldeten die 96er mit Jannes Horn noch einen zweiten Fall. Seitdem sind alle Spieler und Physiotherapeuten in häuslicher Quarantäne. Auf der Internetseite des Vereins schreibt an jedem Tag ein anderer Spieler einen Beitrag zu einem Quarantäne-Tagebuch.

SV WEHEN WIESBADEN: Beim hessischen Zweitligisten gibt es einen Ansteckungsfall mit dem Virus. Dabei handelt es sich um Außenverteidiger Tobias Mißner. Der 20-Jährige hatte sich bei einem Heimatbesuch testen lassen, nachdem es im Familienkreis einen positiven Fall gegeben hatte. Mißner befindet sich in häuslicher Quarantäne. «Mir geht es gut, ich bin symptomfrei», teilte der Spieler mit.

1. FC NÜRNBERG: Die Spieler und Trainer beim «Club» befinden sich in Quarantäne, seit Verteidiger Fabian Nürnberger vor knapp zwei Wochen positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurde. Seitdem arbeitet jeder daheim, der Verein lieferte Fitnessgeräte wie Fahrradergometer und betreut psychologisch. Mit den Trainern und dem Mannschaftsrat sowie den Vereinsbossen gebe es regelmäßige Videokonferenzen. Chefcoach Jens Keller berichtete, dass er sich über Video Spieler und Spiele anschaue und die Zeit nach der Quarantäne plane. «Dazu lese ich viel, informiere mich über die Ausbreitung des Coronavirus und reiße zudem auf dem Ergometer viele Kilometer ab», sagte er der «Bild»-Zeitung.

HOLSTEIN KIEL: Holstein Kiels Verteidiger Stefan Thesker wurde positiv getestet. Bis zum kommenden Samstag befinden sich die Spieler und deren Angehörige sowie der Trainerstab in Quarantäne. Von den Athletiktrainern haben die Profis Pläne, Übungen und Geräte wie Spinning-Fahrräder erhalten, mit denen sie zu Hause arbeiten sollen. Ungeachtet der Ungewissheit, ob und wann die Saison fortgesetzt wird, bereitet sich Trainer Ole Werner im Homeoffice auf die kommenden Gegner vor. «Irgendwann könnte es schließlich Schlag auf Schlag gehen mit Spielen im Dreitagesrhythmus. Dann bleibt keine Zeit für eine gründliche Vorbereitung», sagte er den «Kieler Nachrichten» und dem «Kicker».

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dpa

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Veröffentlicht am:
24. 03. 2020
07:14 Uhr

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24. 03. 2020
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