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Nach Kohfeldt verlängert auch Baumann bei Werder

Längst gilt Frank Baumann als Baumeister des Aufschwungs bei Werder Bremen. Das war nicht immer so. Noch vor elf Monaten stand der Sportchef in der Kritik, dann lag er mit einer Entscheidung genau richtig. Auch deshalb wurde sein Vertrag jetzt bis 2021 verlängert.



Werder-Manager
Bremen setzt weiter auf Sportchef Frank Baumann.   Foto: Carmen Jaspersen

Werder Bremens Aufschwung hat zwei Gesichter: Trainer Florian Kohfeldt und Sportchef Frank Baumann. Die Laufzeiten beider Verträge hat der ambitionierte Fußball-Bundesligist jetzt angepasst, indem er den Kontrakt von Ex-Nationalspieler Baumann bis 2021 verlängerte.

So lange gilt auch Kohfeldts Vertrag. «Wir haben in Frank Baumann und Florian Kohfeldt ein tolles Tandem», sagte Aufsichtsratschef Marco Bode. «Drei Jahre halte ich für einen guten Horizont. Frank hat eine sehr, sehr gute Leistung gezeigt und den Verein in die richtige Richtung gelenkt - und das immer als Team.»

Zusammen mit Kohfeldt will Baumann Werder zurück an die nationale Spitze führen. «Es ist wichtig, Personen im engsten Umfeld zu haben, die ähnlich ticken. Die für die gleichen Werte stehen. Bei uns ist das zu 100 Prozent so. Es ist sehr, sehr angenehm mit ihm zu arbeiten. Unser Wunsch ist es, gemeinsam etwas aufzubauen», sagte Baumann, der vor knapp einem Jahr noch gehörig unter Druck stand.

Gerade hatte sich Werder von Alexander Nouri getrennt, dem zweiten Coach der Werder-Reserve nach Viktor Skripnik, den der Club zum Profi-Coach gemacht hatte. Beide Male war der Versuch gescheitert. In beiden Fällen hatte Baumann zuvor die Trainer-Verträge verlängert.

Ende Oktober 2017 war klar: Die nächste Trainer-Entscheidung Baumanns muss sitzen. Eigentlich favorisierte der 42 Jahre alte Franke erneut die Lösung mit dem damaligen Reserve-Coach Kohfeldt, dem er «eine große Zukunft als Trainer» prophezeite. Doch eingedenk der gemachten Erfahrungen haderte Baumann, bemühte sich um eine große Lösung etwa mit dem jetzigen Dortmunder Coach Lucien Favre oder Thomas Tuchel, der nun Weltstar Neymar in Paris coacht. Erst als laut Baumann «bessere Trainer» absagten, wurde Kohfeldt befördert.

«Dass die Wortwahl in diesem Satz im Rückblick nicht ganz glücklich war, mag sein», räumte Baumann später ein. Von internationalen Top-Trainern träumt niemand mehr. Kohfeldt verpasste dem Team eine gewünschte offensive Ausrichtung, hatte damit Erfolg und sorgte für mehr Selbstbewusstsein nach Jahren im Abstiegskampf. «Wir wollen nach Europa», kündigte Baumann vor der Saison vollmundig an. Ein Satz, der aus dem Mund seines Vorgängers Thomas Eichin wohl nie gefallen wäre.

Auch Kohfeldt profitiert von Baumann. Bereits seit einiger Zeit kann dieser Erfolge auf dem Transfermarkt vorweisen. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit im Sommer 2016 lag er mit der zunächst skeptisch beäugten Verpflichtung des in Wolfsburg krachend gescheiterten Nationalspielers Max Kruse für 7,5 Millionen Euro genau richtig.

Fortan stieg auch der Transferumsatz. Seit 2016 gab Werder nie weniger als gut 17 Millionen Euro (Saison 2017/2018) für neue Spieler aus. Selbst diesen Wert erreichte Eichin in der Konstellation mit dem damaligen Aufsichtsratschef Willi Lemke nie. Doch unter Baumann und Lemke-Nachfolger Bode war Schluss mit hanseatischer Sparsamkeit.

Diesen Sommer gab Werder 25 Millionen Euro aus, erwirtschaftete diese aber auch. Allein für Thomas Delaney, den Baumann vor anderthalb Jahren für zwei Millionen Euro aus Kopenhagen geholt hatte, bekam Werder vom BVB nun 20 Millionen Euro. Dafür kam der Niederländer Davy Klaassen für 15 Millionen Euro vom FC Everton - Clubrekord. Kurz vor Ende der Transferfrist landete Baumann mit der Verpflichtung von Nuri Sahin aus Dortmund noch ein vermeintliches Schnäppchen. Der 52-malige türkische Nationalspieler kam für gerade einmal eine Million Euro.

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Veröffentlicht am:
06. 09. 2018
17:06 Uhr

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06. 09. 2018
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