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Sport

MLB-Saison startet mit Gesten gegen Rassismus

Der US-Sport positioniert sich weiter gegen Rassismus. Wie in der Profi-Fußballliga MLS gingen auch die Baseballer zum Start in die Saison auf ein Knie. An den Schauplätzen in Washington und Los Angeles gibt es aber auch Unterschiede.



MLB-Start
Die Spieler San Francisco Giants knien während einer Schweigeminute vor dem MLB-Eröffnungsspiel.   Foto: Mark J. Terrill/AP/dpa

In den beiden ersten Partien der um Monate verzögerten US-Profiliga MLB haben auch die Baseball-Teams mit Gesten gegen Rassismus protestiert.

Am Donnerstag (Ortszeit) gingen die Spieler vor dem Beginn jeweils nahezu geschlossen auf ein Knie und hielten dabei ein langes schwarzes Stoffband. Vor der Niederlage von Titelverteidiger Washington Nationals gegen die New York Yankees standen die Baseball-Profis für die Nationalhymne wieder auf.

In Los Angeles beim Duell der Dodgers gegen die San Francisco Giants knieten einige Spieler aus beiden Teams auch während der Hymne in den wegen der Corona-Krise leeren Stadien.

Zahlreiche Spieler hatten zudem einen oder zwei Aufnäher auf dem Ärmel. Auf einem stand «Black lives Matter» (Schwarze Leben zählen), auf dem anderen «United for Change» (Vereint für den Wandel). Auf dem Rücken der Wurfhügel war in den Stadien ein abgewandeltes und in schwarz gehaltenes Logo der Liga zu sehen mit der Abkürzung BLM anstelle des üblichen MLB.

Football-Profi Colin Kaepernick hatte 2016 mit dem Kniefall während der Hymne gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Afroamerikaner protestiert. Seit dem Tod von George Floyd durch einen weißen Polizisten gibt es landesweit Proteste gegen Rassismus. Zahlreiche Sportler und ihre Ligen haben sich klar positioniert.

US-Präsident Donald Trump ist ein großer Kritiker des Knieens während der Hymne und hatte zuletzt angekündigt, Spiele, bei denen dies der Fall ist, nicht mehr anschauen zu wollen. Vor dem ersten Spiel zwischen den Nationals und den Yankees kündigte Trump an, er werde am 15. August bei einem Heimspiel der Yankees den symbolischen ersten Ball werfen.

Diese Ehre war zum Saisonstart dem Corona-Experten Anthony Fauci zuteil geworden. Der 79 Jahre alte Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten machte dabei keine gute Figur und verfehlte den Fänger um mehrere Meter.

Im Anschluss verloren die Nationals 1:4. Die Partie wurde wegen starken Regens, Blitz und Donner nach einer langen Pause abgebrochen. Das Team aus der Hauptstadt musste ohne einen seiner besten Spieler antreten. Juan Soto war positiv auf das Coronavirus getestet worden und durfte nicht teilnehmen.

Die Dodgers gewannen ihre Auftaktpartie mit 8:1. Vor dem Beginn der Saison hatte die Liga nach Verhandlungen mit den Spielern beschlossen, die Playoffs in diesem Jahr von zehn auf 16 Mannschaften zu erweitern.

© dpa-infocom, dpa:200724-99-906669/3

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24. 07. 2020
07:17 Uhr

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