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Leverkusen in Königsklasse vor dem Aus: Atlético zu clever

Bayer Leverkusen bleibt in der Champions League ohne Punkt. Bei Atlético Madrid zeigt die Werkself eine couragierte Leistung. Am Ende jubeln aber die Spanier. Für Bayer geht es wohl nur noch um den Trostpreis: Das Frühjahrs-Startrecht in der Europa League.



Siegtreffer
Atléticos Alvaro Morata (l) trifft zum Siegtreffer.   Foto: Marius Becker/dpa » zu den Bildern

Nach der bitteren wie unnötigen Niederlage bei Atlético Madrid glaubt auch Rudi Völler nicht mehr an ein Königsklassen-Wunder für Bayer Leverkusen.

«Auch wenn es mathematisch noch möglich ist, man muss realistisch sein», sagte der Sportdirektor nach dem 0:1 (0:0) in der spanischen Hauptstadt. Club-Chef Fernando Carro hatte noch auf Durchhalteparolen gesetzt. Aber die dritte Niederlage im dritten Spiel nach den Pleiten gegen Lok Moskau (1:2) und bei Juventus Turin (0:3) hat die Chancen des Fußball-Bundesligisten auf den Einzug ins Achtelfinale auf ein Minimum sinken lassen.

«So lange es mathematisch nicht weg ist, kann man noch kämpfen, die Wahrscheinlichkeit ist natürlich extrem gering», sagte Carro. Atlético, das in zwei Wochen zum Rückspiel in Leverkusen antritt, hat schon sieben Zähler, wie auch Spitzenreiter Juventus Turin nach dem 2:1 gegen Moskau. Bayer darf kein Spiel mehr verlieren, um noch eine Mini-Chance auf die K.o.-Phase in der Königsklasse zu haben. Realistisch müssten alle drei Spiele sogar gewonnen werden.

«Heute haben wir über 90 Minuten ein giftiges Team auf dem Platz gehabt. Atlétcio ist mit einer Chance da, und wir verlieren das Spiel», sagte Kevin Volland bei DAZN. «Vielleicht warnen wir zu schlampig. Trotzdem haben wir gekämpft bis zum Schluss», meinte der Stürmer.

Für Bayer muss es nun in den drei Rückspielen bis Dezember darum gehen, zumindest Gruppenplatz drei zu erreichen, um im Februar in der Europa League weiterspielen zu dürfen. «Wir wollen auf jeden Fall noch einen hochrutschen», forderte Volland. «Realistisch ist jetzt, für Platz drei zu kämpfen», meinte Carro. Und Völler ergänzte fast ein bisschen trotzig: «Unser erstes Ziel war es, weiter in Europa dabei zu sein. Die Qualität haben wir weiterhin.» Dritter ist derzeit Moskau mit drei Zählern.

Bayer war auch wegen einer Taktikumstellung des oft als stur bezeichneten Trainers Peter Bosz in der ersten Halbzeit sogar die bessere Mannschaft. Doch mit dem von ihm in Leverkusen in zuvor 31 Pflichtspielen noch nicht praktizierten 4-2-3-1-System kassierte der in der Königsklasse immer noch sieglose Niederländer im neunten Spiel mit Borussia Dortmund und Leverkusen schon seine siebte Niederlage.

Es hätte sogar zum Premierenerfolg oder zumindest einem Zähler reichen können, wenn sein Team zielstrebiger agiert hätte. Defensive Stabilisatoren waren die Bender-Zwillinge. Sven Bender sorgte im Abwehrzentrum für Ordnung, sein Bruder Lars agierte auf der ungewohnten Position des Linksverteidigers sehr gut.

Auch Mitchell Weiser war nach seinem miserablen Auftritt beim 0:3 in Frankfurt am Freitag wieder solide. In der Offensive sorgte Karim Bellarabi für den meisten Schwung, es fehlte Bayer aber immer wieder an der letzten Präzision. Ein Schuss von Julian Baumgartlinger (9. Minute) von der Strafraumgrenze ging über das Tor.

Atlético konnte ohne seinen verletzten Jungstar João Félix kaum Akzente Richtung Bayer-Tor setzen. Leverkusens Schlussmann Lukas Hradecky wurde von Renan Lodi in der 32. Minute erstmals geprüft. In der zweiten Halbzeit rückte Hradecky immer mehr in den Blickpunkt. Atlético erhöhte Tempo und Zielstrebigkeit. Diego Costa (58.) erwischte den Ball freistehend mit dem Kopf nicht richtig.

Bayer dosierte das Risiko. Atléticos neuer Biss machte offenbar Eindruck. Aus der Mittelfeldzentrale kamen von Kai Havertz und Kerem Demirbay zu wenig Impulse. Eine gute Konterchance wurde von Volland (70.) mit einem schlampigen Pass selbst zerstört. Gnadenlose Effektivität demonstrierte Morata der kurz nach seiner Einwechslung Jonathan Tah schlecht aussehen ließ und per Kopfball für den Bayer-Nackenschlag sorgte.

Veröffentlicht am:
22. 10. 2019
23:07 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
22. 10. 2019
23:07 Uhr



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