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Kovac-Nachfolge: Salihamidzic mauert zu Wenger-Spekulationen

Erstmal macht's Hansi Flick - und danach? Ralf Rangnick will nicht. Thomas Tuchel auch nicht. Die Trainerdebatte rund um den FC Bayern gewinnt an Dynamik. Ein einst von den Münchnern begehrter Franzose soll diesmal angeblich bereit sein.



Arsène Wenger
Wird als kommender Trainer des FC Bayern gehandelt: Arsène Wenger.   Foto: Victoria Jones/PA Wire/dpa » zu den Bildern

Ralf Rangnick? Kein Interesse. Thomas Tuchel? Kein Interesse. Arsène Wenger? Mal sehen. Die Spekulationen um einen Trainer-Nachfolger für Niko Kovac beim FC Bayern gewinnen an Dynamik.

Der angeblich beim deutschen Fußball-Rekordmeister gehandelte Rangnick (61) schloss eine Anstellung in München aus. Und auch Tuchel (46) will den französischen Spitzenverein Paris Saint-Germain nicht verlassen, um die Erstmal-zwei-Spiele-Lösung Hansi Flick nach dem Bundesliga-Gipfel gegen Borussia Dortmund am Samstag abzulösen.

Dafür wäre Arsenal-Legende Wenger (70) nach eineinhalb Jahren Auszeit bereit für eine neue Herausforderung. «Natürlich, das Trainersein hat mein ganzes Leben bis jetzt ausgemacht. Jeder, der einmal trainiert hat, wird das gleiche sagen», äußerte der Franzose in einer TV-Sendung von beIN Sports. Die «Bild»-Zeitung brachte am Mittwochabend, als die Bayern mit einem 2:0 gegen Olympiakos Piräus und Flick als Chef auf der Bank den Einzug ins Achtelfinale der Champions League fix machten, weitere Dynamik hinein.

Eine erste Kontaktaufnahme habe es bereits gegeben. Und ein «persönliches Treffen» des 70 Jahre alten Wenger mit den Bayern sei nach dem Dortmund-Spiel der Münchner am Samstag geplant. Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic bestätigte Verhandlungen mit Wenger nicht. «Das werde ich natürlich nicht kommentieren», sagte er am Mittwochabend. «Wir werden in Ruhe, ohne Druck, den Trainer aussuchen, der unserer Meinung nach der richtige ist.»

Wenger wurde schon während der ersten Herbst-Krise von Kovac 2018 als möglicher Nachfolger gehandelt. Auf der Liste der Bayern stand der Elsässer schon einmal, nämlich Anfang der 1990er Jahre, als er bei AS Monaco tätig war. «Es ist leider nicht zustande gekommen damals, weil er sich anders entschieden hat», berichtete Rummenigge im Frühjahr 2017 vor einem Bayern-Spiel gegen den FC Arsenal. Rummenigge sagte damals auch: «Ich habe persönlich ein sehr gutes Verhältnis zu Arsène Wenger, den ich sehr schätze seit langer, langer Zeit.»

In der TV-Sendung von beIN SPORTS war die Fährte zu den Münchnern schnell gelegt. «Es ist nicht mein Recht, Sie danach zu fragen, ob es stimmt, dass Sie Bayern-Trainer werden», sagte der Moderator an Experte Wenger gerichtet. «Also frage ich Sie: Werden wir Sie wieder als Trainer sehen in der nächsten Saison?» Wenger antwortete darauf: «Es ist möglich, ja.»

Nach 22 Jahren beim FC Arsenal und angesichts des hohen Alters wähnt der frühere Weltmeister Marcel Desailly den Konzeptarbeiter aber nicht mehr aktiv an der Seitenlinie. «Ich sehe ihn nicht mehr an vorderster Front», meinte der ehemalige französische Weltklasse-Verteidiger. Wenger ist allerdings immer noch zwei Jahre jünger, als es Jupp Heynckes im Herbst 2017 nach der Trennung von Carlo Ancelotti bei seiner vierten Mission an der Isar war.

Leipzigs Mastermind Rangnick hat kein Interesse. «Nein, Ralf Rangnick steht nicht zur Verfügung», zitierte die «Bild»-Zeitung seinen Berater Marc Kosicke am Mittwoch. Auf die Frage, warum nicht, habe Kosicke geantwortet: «Wir glauben nicht, dass das, was Ralf Rangnick mitbringt, derzeit bei Bayern gesucht wird. Und darum macht es keinen Sinn, konkrete Gespräche zu führen.» Rangnick ist mittlerweile Chef-Aufseher im Fußball-Netzwerk des Getränkekonzerns Red Bull.

Tuchel galt als logische deutsche Bayern-Lösung, bevor im Sommer 2018 Kovac von Eintracht Frankfurt verpflichtet wurde. Der frühere Dortmunder Coach genießt insbesondere bei Rummenigge hohe Wertschätzung. Und diesmal? «Ich bin nicht interessiert, weil ich Trainer von Paris Saint-Germain bin. Ich habe einen Vertrag und denke nicht an einen anderen Club», sagte Tuchel am Dienstag. Der 46-Jährige verwies darauf, dass er auch für die kommende Saison einen Kontrakt in Paris hat.

Zuvor hatte auch schon Erik ten Hag (49) eine mögliche Anstellung beim FC Bayern in dieser Saison verneint. «Ich kann bestätigen, dass ich in dieser Saison bei Ajax bleiben werde. Ich fühle eine Verbindung zu den Spielern und zu vielen Leuten im Verein», sagte der Coach aus Amsterdam. Ten Hag kennt München aus seiner Zeit bei der zweiten Bayern-Mannschaft (2013-15) und stürmte mit Ajax in der vergangenen Saison fast ins Champions-League-Finale.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
06. 11. 2019
23:16 Uhr

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06. 11. 2019
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