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Horngacher wird neuer deutscher Skisprung-Bundestrainer

Titel bei Olympia, Titel bei der WM: Das Erbe, das Stefan Horngacher in Skisprung-Deutschland antritt, ist schwer. Doch der frühere Assistent freut sich auf seine neue Rolle - und die Verantwortung. Auch bei den Alpinen wird ein Österreicher Cheftrainer.



Stefan Horngacher
Stefan Horngacher wird Bundestrainer der deutschen Skispringer. Foto: Hendrik Schmidt/ZB/dpa   Foto: dpa

Stefan Horngacher tritt das schwere Erbe von Langzeit-Coach Werner Schuster an und soll die deutschen Skispringer um Markus Eisenbichler zu neuen Erfolgen führen.

Der 49 Jahre alte Österreicher wird nach Lehrjahren als Assistent nun zum großen Adler-Chef beim Deutschen Skiverband, wie nach der Cheftrainer-Klausur im bayerischen Ruhpolding bekannt wurde. «Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe und die damit verbundene Rückkehr. Gemeinsam wollen wir die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre weiterführen», sagte Horngacher.

Nach großen Triumphen mit Kamil Stoch und Co. zog der Tiroler zum Ende der abgelaufenen Saison einen Schlussstrich in Polen, damit er sich der Herzensaufgabe in seiner Wahlheimat Deutschland widmen kann. Die Verpflichtung des Schanzen-Fachmanns mit Stallgeruch ist der logische Schritt für den DSV - und hatte sich in den vergangenen Wochen abgezeichnet. Sportdirektorin Karin Orgeldinger sagte: «Mit der Verpflichtung von Stefan Horngacher ist es uns gelungen, einen renommierten Fachmann und eine Trainerpersönlichkeit zurückzuholen.»

Offiziell machte der DSV keine Angaben zur Vertragsdauer Horngachers. Dass er Eisenbichler, Olympiasieger Andreas Wellinger und Co. aber nicht nur zur heiß ersehnten Heim-WM 2021 in Oberstdorf, sondern auch bis zu den Olympischen Spielen 2022 in Peking führen soll, ist kein großes Geheimnis. «Wir sind überzeugt, dass Stefan Horngacher mit neuen Impulsen die Erfolgsgeschichte im deutschen Skisprung fortführen wird», sagte Orgeldinger. Auch der Sportliche Leiter Horst Hüttel kennt den Trainer bestens und stand seit knapp zwei Monaten mit ihm in Verhandlungen.

Horngacher folgt auf seinen früheren Chef und Landsmann Schuster, der sein Amt nach elf Jahren zum Ende dieses Winters freiwillig abgegeben hat und sich nun eine neue Herausforderung suchen dürfte. Neben ihm gibt es im DSV auch eine Personalveränderung bei den Alpinen: Der Österreicher Christian Schwaiger, ehemaliger Technik-Trainer von Maria Höfl-Riesch und zuletzt als Disziplincoach für die Erfolge der Kitzbühel-Sieger Thomas Dreßen und Josef Ferstl mitverantwortlich, folgt auf Alpin-Cheftrainer Mathias Berthold.

Der Skisprung-Wechsel kommt nicht überraschend, es gab keinen anderen ernsthaften Kandidaten als Horngacher. Der frühere Top-Athlet Martin Schmitt sowie Frauen-Cheftrainer Andreas Bauer signalisierten kein großes Interesse. Schusters Fußstapfen sind nicht nur mit Blick auf die sportlichen Erfolge (WM-Titel, Olympiasiege, Gesamtweltcup) große, sondern auch in der Außendarstellung, die der Kleinwalsertaler beherrschte wie kaum ein Zweiter.

Dass er es sportlich drauf hat, hat Horngacher mit den Triumphen von Tournee-Vierfachsieger Kamil Stoch und Weltmeister Dawid Kubacki bereits bewiesen. Doch in Deutschland wird der Druck wachsen, wird die Erwartungshaltung von Anfang an nochmal höher sein. Neben «Eisei» und Wellinger gehören auch Vize-Weltmeister Karl Geiger, Richard Freitag und Stephan Leyhe zum festen Stamm. Auch auf Routinier Severin Freund und Youngster Constantin Schmid darf der Coach hoffen.

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dpa

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Veröffentlicht am:
03. 04. 2019
14:36 Uhr

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03. 04. 2019
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