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Sport

HSV verpasst Relegation - VfB steigt auf - «Club» bangt

Stuttgart steigt auf, Heidenheim in der Relegation - und der HSV hat sich total blamiert. Der 1. FC Nürnberg muss in die Relegation gegen den Drittliga-Dritten. Karlsruhe ist gerettet.



Debakel
Der Hamburger SV ist nach dem 1:5 gegen den SV Sandhausen am Boden.   Foto: Christian Charisius/dpa » zu den Bildern

Entsetzen beim Hamburger SV, Bangen beim 1. FC Nürnberg und Jubelstimmung beim 1. FC Heidenheim. Im spannenden Saisonfinale der 2. Fußball-Bundesliga hat der HSV zum zweiten Mal nacheinander die letzte Aufstiegschance verpasst.

Die Hanseaten mussten Heidenheim den Vortritt in die Relegationsspiele mit dem SV Werder Bremen lassen. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking blamierte sich beim 1:5 gegen den SV Sandhausen erneut. «So eine Leistung ist nicht zu entschuldigen. Da brauchen wir auch nicht nach Ausreden zu suchen», sagte Präsident Marcell Jansen und kündigte eine baldige Analyse und Antworten auf die Frage nach der Zukunft von Trainer Hecking an.

Heidenheim bleibt damit trotz der deutlichen 0:3-Niederlage bei Meister Arminia Bielefeld Dritter. «Wenn man nach 34 Spieltagen auf Rang drei steht, hat man die Relegation verdient. Wir werden jetzt die Wunden lecken und versuchen uns gegen Bremen von der besten Seite zu zeigen», sagte Heidenheims Trainer Frank Schmidt.

Der VfB Stuttgart hat sich beim Abschied von Torschütze Mario Gomez wie erwartet den zweiten Aufstiegsplatz trotz eines 1:3 gegen Darmstadt 98 gesichert. Im Abstiegskampf hat der 1. FC Nürnberg die Rettung zunächst verpasst und muss nach dem 1:1 bei Holstein Kiel in die Relegation mit dem Drittliga-Dritten. Der Karlsruher SC schaffte im letzten Moment durch den 2:1-Sieg in Fürth den Sprung auf Rang 15. Für Dynamo Dresden und den SV Wehen Wiesbaden stand der Abstieg ohnehin schon so gut wie fest.

Im Fernduell der Hamburger mit dem 1. FC Heidenheim, der das direkte Duell mit den Hanseaten vor einer Woche mit 2:1 für sich entscheiden konnte, waren die Norddeutschen eigentlich auf Schützenhilfe der Bielefelder angewiesen. Der bereits feststehende und im Jahr 2020 unbesiegte Aufsteiger kam auch durch Torschützenkönig Fabian Klos (14.) und dem Treffer von Andreas Voglsammer (17.) früh zum 2:0 und zu einem insgesamt deutlichen 3:0-Sieg.

Allerdings nutzte der HSV diese Vorlage nicht und hatte mehr mit sich selbst zu kämpfen. Nach 21 Minuten lagen die Hanseaten durch ein Eigentor von Rick van Drongelen und Kevin Behrens mit 0:2 gegen den SV Sandhausen zurück. Aaron Hunt konnte per Strafstoß noch verkürzen, doch erneut Behrens, Mario Engels und Dennis Diekmeier machten die Überraschung perfekt. Hecking analysierte die Situation selbstkritisch. «Ich bin der letzte, der sagt, ich habe keine Fehler gemacht. Dafür muss ich die Verantwortung tragen», sagte der Coach.

Beim VfB Stuttgart war der Jubel über die direkte Rückkehr in die Fußball-Bundesliga trotz einer kleinen Schramme groß. Im letzten Spiel von VfB-Ikone Gomez unterlagen die Schwaben zwar mit 1:3 dem SV Darmstadt 98, bleiben aber Zweiter. «Jetzt ist der VfB wieder da, wo er hingehört: In der ersten Liga», gratulierte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Gomez traf dabei zum 1:1 (42.). «Er hat es verdient einen würdigen Abschied zu bekommen», sagte VfB-Vorstandsvorsitzender Thomas Hitzlsperger zum Abschied des Mittelstürmers, mit dem er 2007 deutscher Meister mit den Stuttgartern wurde.

Im Abstiegskampf hat der 1. FC Nürnberg trotz des 1:1 bei Holstein Kiel den Karlsruher SC vorbeiziehen lassen müssen. Der KSC gewann durch den verwandelten Elfmeter von Philipp Hofmann mit 2:1 in Fürth und sprang bei Punktgleichheit wegen der um zwei Treffer besseren Tordifferenz auf Rang 15. «Ich bin überglücklich, dass wir das heute noch gezogen haben. Am Ende des Tages war es wieder die Moral, die uns am Leben gehalten hat», sagte KSC-Abwehrspieler Daniel Gordon.

Damit müssen die Nürnberger in die Relegation gegen den Drittliga-Dritten. Für den SV Wehen Wiesbaden und das nach der Corona-Pause später in den Wettbewerb gestartete Team von Dynamo Dresden bestand ohnehin nur noch eine minimale rechnerische Chance. Wehen kam zum Abschluss zu einem 5:3-Erfolg gegen den FC St. Pauli, Dresden trennte sich im letzten Zweitligaspiel 2:2 vom VfL Osnabrück. Beide Teams müssen in die 3. Liga absteigen.

© dpa-infocom, dpa:200628-99-595156/7

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28. 06. 2020
20:47 Uhr

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