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Erleichterung in Köln: Keine weiteren Corona-Fälle bei Tests

Beim 1. FC Köln wird kein weiterer Profi positiv auf das Coronavirus getestet, das Team kann die Vorbereitung auf mögliche Geisterspiele fortsetzen.



Entwarnung
Beim 1. FC Köln wurden nach vier positiven Befunden keine weiteren Infektionen mit dem Coronavirus festgestellt.   Foto: Marius Becker/dpa

Entwarnung in Köln: Die Ergebnisse der zweiten Coronavirus-Testreihe beim 1. FC Köln haben vorerst keine weiterern infizierten Profis oder Betreuer ergeben.

Die Freude bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) über diesen Fakt dürfte sich angesichts von sieben weiteren Fällen in der Bundesliga und der 2. Liga aber in Grenzen halten.

Die Sorge, dass die zuvor drei positiv getesteten Kölner andere Teammitglieder angesteckt haben könnten, erwiesen sich damit fürs Erste als unbegründet. Anders als die beiden betroffenen Spieler und der Betreuer müssen keine weitere Personen in Quarantäne.

Nach Auskunft der Kölner wurden die beiden zuvor positiv getesteten Profis und der ebenfalls betroffene Betreuer nicht erneut getestet. Das Trio war in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt isoliert worden. Besonders bei den Spielern, die in der gleichen Trainingsgruppe wie die beiden infizierten Teamkollegen waren, galt das Risiko als hoch. Dank der jüngsten Untersuchungsergebnisse kann die restliche Mannschaft ihre Vorbereitung auf mögliche Geisterspiele jedoch vorerst ohne weitere Einschränkungen fortsetzen. «Am Montagnachmittag wird die Mannschaft von Cheftrainer Markus Gisdol wieder in Gruppen trainieren», schrieb der FC.

«Das war eine gewisse Blaupause, weil wir die ersten waren, die jetzt positiv getestete Spieler hatten und es war ein ganz wichtiges Signal an die Liga, dass unsere Behörde hier in Köln dieses Konzept, das wir vorgelegt haben, eben als tragfähig anerkannt hat», kommentierte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle bei der Nitro-Sendung «100 Prozent Bundesliga» die Geschehnisse der vergangenen Tage.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hält das DFL-Gesundheitskonzept trotz der Vorkommnisse in Köln für tragfähig. «Die Kölner Corona-Fälle sind ja gerade der Beleg, dass das ganze System funktioniert. Es ist ein riesen Sicherheitskonzept entwickelt worden, das inzwischen parteiübergreifend Zustimmung gefunden hat», sagte der CDU-Politiker am Montag im ARD-Mittagsmagazin. «Wenn bei allen Vereinen jetzt so getestet wird, dann wird man in der Tat, wenn es Mitte Mai losgehen könnte, dann sicher sein, dass die, die positiv auffällig wären, bereits vorher zurückgezogen sind», fügte Laschet an.

Die DFL hofft bei der Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die Entscheidung, die Bundesliga-Spielzeit noch im Mai ohne Zuschauer fortsetzen zu können.

Die drei positiven Fälle beim FC hatten für neue Zweifel am Geisterspiele-Plan der Bundesliga gesorgt. Vor allem die Quarantäne-Regel wurde vielerorts kritisch bewertet.

Für zusätzliche Brisanz sorgte die Aussage des Kölner Mittelfeldspielers Birger Verstraete, der als erster Profi öffentlich Bedenken gegen das medizinische DFL-Konzept und Ängste vor einer Ansteckung geäußert hatte. Der Belgier hatte seine Kritik später in einer Mitteilung des Vereins relativiert und sich für sein Vorgehen entschuldigt. Wehrle wies Vorwürfe zurück, dass der Verein Druck auf Verstraete ausgeübt hatte. «All die, die behaupten, dass wir den Birger zu irgendwas gezwungen haben, das ist wirklich komplett falsch.»

Zudem wiesen die Kölner den Vorwurf, dass Spieler auch im Falle eines positiven Corona-Tests weiter zusammen trainieren würden, als falsch zurück.

Im Fall einer Fortsetzung der Saison plant der FC ein «quarantäne-ähnliches Trainingslager». «Dies gilt, sobald die Politik eine positive Entscheidung für eine Fortsetzung des Spielbetriebs fällt - frühestens also im Laufe der kommenden Woche», hatte der Club am Sonntagabend mitgeteilt. Diese Form «einer freiwilligen Quarantäne», erweitere «das bisherige Infektionsschutz- und Hygienekonzept» und «soll das Risiko einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus weiter verringern».

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dpa

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Veröffentlicht am:
04. 05. 2020
17:27 Uhr

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04. 05. 2020
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