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Sport

Enttäuschung bei Loch - Zwei WM-Titel für deutsches Team

Die Zielvorgabe von sieben Medaillen verpasst und zwei WM-Titel gewonnen: Russland löst bei der Heim-WM in Sotschi Deutschland als beste Rodel-Nation ab.



Enttäuschend
Felix Loch wurde nur Neunter.   Foto: Artur Lebedev/AP/dpa

Felix Loch war nach der verpassten Titelverteidigung frustriert.

«Das ist ärgerlich. Wir müssen was ändern und am Material arbeiten. So kann es nicht weitergehen», sagte der entthronte Rodel-Weltmeister von 2019 bei den Titelkämpfen in Sotschi, wo der 30-Jährige am Ende nur auf den neunten Platz kam. Sein Teamkollege Johannes Ludwig verpasste mit Rang vier knapp einen Podestplatz. Somit bescherten nur die Doppelsitzer und die Team-Staffel zum Abschluss dem deutschen Rodelteam bei der WM zwei Titel.

Mit insgesamt fünf Medaillen blieben die deutschen Rodler hinter den von Bundestrainer Norbert Loch erwarteten sieben Podestplätzen. Erfolgreichste Rodel-Nation sind die russischen Gastgeber, die fünf von sieben Wettkämpfen für sich entscheiden konnten. Ähnlich bescheiden blieb die WM-Ausbeute eines deutschen Teams zuletzt bei der WM 2009 in Lake Placid. Der Sieg in der Staffel mit Julia Taubitz, Ludwig und dem Doppel Toni Eggert/Sascha Benecken sorgte dann doch noch für einen zufriedenstellenden Abschluss. Dabei profitierten die Deutschen von der Disqualifikation des russischen Teams.

Bei Sonnenschein und Temperaturen um 10 Grad hatte Loch auf der 1476 Meter langen Bahn, die als einer der schnellsten der Welt gilt, im ersten Lauf auf Rang acht schon fast alle Chancen verspielt. Mit einem Sieg hätte der Titelverteidiger Rekord-Weltmeister werden können. Johannes Ludwig, der im zweiten Lauf nach einem Startfehler als Vierter am Ende das Podest nur knapp verpasste, kam als bester deutscher Fahrer ins Ziel.

Für das Highlight auf der Olympiabahn von 2014 sorgten einmal mehr die deutschen Medaillengaranten im Doppelsitzer. Den Titelgewinn des Thüringer Duos Eggert/Benecken, die den dritten WM-Titel nacheinander holten, feierte das deutsche Team ausgelassen. Zumal die größten Konkurrenten aus dem eigenen Lager, Tobias Wendl/Tobias Arlt, zwei dritte Plätze beisteuerten, einen davon im Sprint.

«Mir fällt ein Stein vom Herzen, dass wir das so bravourös gelöst haben. Ich wusste, dass die Jungs nervenstark sind. Die Freude ist riesig», sagte Bundestrainer Norbert Loch nach dem sechsten WM-Titel in Serie bei den Doppelsitzern. Die starken Russen Alexander Denisew/Wladislaw Antonow kamen auf Rang zwei.

«Ich bin überglücklich. Das war nach den letzten Wochen der schwierigste Lauf für uns», sagte Benecken nach dem Sieg, der vom ganzen Team nach dem Zieleinlauf noch in der Bahn überschwänglich bejubelt wurde. «Das war einfach mega», meinte Benecken.

Bei den Frauen hat Julia Taubitz (Oberwiesenthal) trotz Bahnrekord ihr erstes WM-Gold knapp verpasst, gewann aber wie im Vorjahr in Winterberg die Silbermedaille. «Das war eine extreme Befreiung für mich. Ich hatte mir vorher gesagt, noch einmal werde ich nicht Vierte», sagte die 23-Jährige, die nur der Doppel-Weltmeisterin Jekaterina Katnikowa den Vortritt lassen musste.

Veröffentlicht am:
16. 02. 2020
17:11 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
16. 02. 2020
17:11 Uhr



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