Topthemen: Der NSU-ProzessMobilität und EnergieGebietsreformFußball-Tabellen

Sport

Dressurkönigin Werth will auch das zehnte WM-Gold

Wieder Gold für Isabell Werth. Im Einzel siegt die Dressurreiterin erneut und schlägt nicht nur einen jungen Herausforderer. Wann die dritte Gold-Chance kommt, ist wegen des Wirbelsturms noch offen.



Isabell Werth
Dressurreiterin Isabell Werth gewann zum neunten Mal WM-Gold.   Foto: Stefan Lafrentz

Isabell Werth hat noch nicht genug. Die erfolgreichste Reiterin der Welt gewann am Freitag ihre neunte Gold-Medaille bei einer Weltmeisterschaft - und nun will sie in der Kür die zehnte folgen lassen. 

«Was wir haben, das haben wir», sagte die 49 Jahre alte Dressurreiterin vergnügt: «Wir schauen mal, was noch kommt.»

Wann die Kür geritten wird, ist unklar. Der geplante Termin am Sonntag wurde abgesagt. Wegen des Wirbelsturms «Florence» werden heftige Regenfälle in Tryon im US-Bundessstaat North Carolina erwartet. Wenn das Wetter es zulässt, könnte die Kür - ebenso wie das abschließende Springen der Vielseitigkeit - am Montag ausgetragen werden.

So konnte Werth ihre Special-Goldmedaille länger genießen, die sie am Freitagabend gewonnen hatte, weil sie als letzte Starterin im Sattel ihrer Stute Bella Rose die Nerven behielt. Die Reiterin aus Rheinberg lag mit 86,246 Prozent klar vor der US-Amerikanerin Laura Graves mit Verdades (81,717). Dritte wurde die Britin Charlotte Dujardin mit Mount St John (81,489). Eine Medaille verpasste als Vierter Sönke Rothenberger aus Bad Homburg mit Cosmo (81,277).

«Das war Dressur in ihrer schönsten Form», kommentierte Bundestrainerin Monica Theodorescu Werths famosen Ritt. «Der letzte Erfolg ist immer der schönste», sagte Theodorescu, die selber Olympia-Gold gewonnen hat und nun erneut als Trainerin einen Sieg feiern durfte. Bella Rose, die dreieinhalb Jahre verletzt pausieren musste, war auch in der zweiten WM-Prüfung «null müde, die ist in guter Kondition», wie Theodorescu sagte. «Das war zelebriert», schwärmte sie über den fehlerfreien Ritt der Rekordreiterin.

«Der Wunsch von Isabell und mir, dass das Pferd hier alles zeigt, ist aufgegangen.» Werth und die Bundestrainerin setzten auf Bella Rose und nicht auf Weihegold, mit der die Reiterin vor einem Jahr bei der EM in Göteborg drei Medaillen gewonnen hatte.

Enttäuscht war Sönke Rothenberger, der als großer Herausforderer galt und sich im Special mit Platz vier zufrieden geben musste. «Das ist sehr schade, dass er eine Medaille verpasst hat», sagte die Bundestrainerin: «Das ist bitter. Vierter ist natürlich ganz blöd. Vor allem, wenn man ein Pferd hat, das das Potenzial hat.»

«Es haben sich zu viele Fehler eingeschlichen», kommentierte Rothenberger. «Leider war die Luft raus. Schade, dass das bei der WM passiert ist.» Ein Chance, es besser zu machen, hat Rothenberger in der zweiten Einzel-Entscheidung. «Ich muss das abhaken und mich jetzt auf die Kür konzentrieren», sagte Rothenberger.

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
15. 09. 2018
16:24 Uhr

Für »Meine Themen« verfügbare Schlagworte

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Schlagwort zu
Meine Themen

zu Meine Themen hinzufügen

Hinzufügen

Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen

Für die Nutzung von "Meine Themen" ist ihr Einverständnis zur Datenspeicherung nötig.

Weiter
Dressurreiterinnen Isabell Werth Rosen Wirbelstürme
Diesen Artikel teilen / ausdrucken


 
Mehr zum Thema
WM-Gold

14.09.2018

Dressurreiterin Werth: Mit Risiko zum achten WM-Gold

Die Dominanz ist beeindruckend. Mit großem Vorsprung gewinnt das deutsche Dressur-Team bei der WM Gold. Im Mittelpunkt steht eine Frau, die seit Jahrzehnten die Szene beherrscht. » mehr

Bredow-Werndl

13.09.2018

Dressur-Team nach dem ersten WM-Tag auf Rang eins

Die Dressur-Mannschaft ist ihrer Favoritenstellung gerecht geworden. Nach der ersten Hälfte des WM-Programms liegt das Quartett vorne. Überschattet wurde der erste Tag der Wettkämpfe in den USA von einer peinlichen Panne... » mehr

Tiger Woods

vor 4 Stunden

Woods krönt Comeback: Mit 80. PGA-Sieg zum Ryder Cup

US-Golf-Superstar Tiger Woods triumphiert in Atlanta zum 80. Mal bei einem PGA-Turnier und legt eines der größten Comebacks im Sport hin. Die lange Leidenszeit des 42-jährigen Kaliforniers ist endgültig vergessen. » mehr

Tiger Woods

23.09.2018

Golfstar Tiger Woods steht vor 80. Turniersieg

US-Golfer Tiger Woods steht vor seinem 80. Turniererfolg auf der amerikanischen PGA-Tour. Der 42-Jährige spielte am Samstag eine 65er-Runde auf dem Par-70-Kurs des East Lake Golf Course in Atlanta und liegt mit insgesamt... » mehr

Nur Unentschieden

20.09.2018

Hoffenheim hadert mit verpasstem Sieg gegen Donezk

Die TSG 1899 Hoffenheim überzeugt bei ihrem Debüt in der Königsklasse, muss aber für ihre vergebenen Torchancen wieder einmal büßen. «Man hat nicht gemerkt, dass wir zum ersten Mal dabei waren», sagte Sportchef Akexander... » mehr

Vorbereitung

20.09.2018

RB-Clubs duellieren sich - Brisante Partie in Europa League

Es ist kein Spiel wie jedes andere: RB Leipzig gegen RB Salzburg zieht in der Europa League die Aufmerksamkeit auf sich. Beide Teams kennen sich gut, verfolgen eine ähnliche Spielphilosophie. Verlieren will aus Prestigeg... » mehr

Bildergalerie » zur Übersicht

Überflutung Südthüringen

Unwetter in Südthüringen | 23.09.2018 Südthüringen
» 15 Bilder ansehen

Auftakt Interkulturelle Woche Suhl

Interkulturelle Woche in Suhl | 23.09.2018 Suhl
» 23 Bilder ansehen

Classic & Rock im Bergwerk Merkers Merkers

Classic and Rock in Merkers | 23.09.2018 Merkers
» 9 Bilder ansehen

Autor
dpa

dpa

Kontakt zum Autor

Autor zu »Meine Themen« hinzufügen

Veröffentlicht am:
15. 09. 2018
16:24 Uhr



^
Ändern Einverstanden

Diese Webseite nutzt Cookies für Funktions-, Statistik- und Werbezwecke. In unserer » Datenschutzerklärung können Sie die Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie der Verwendung von Cookies zustimmen, klicken Sie bitte "Einverstanden".