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Döner, Gold-Steak, FC & Bundesliga: Podolski in Plauderlaune

Lukas Podolski ist auf Stippvisite in Deutschland. Der Japan-Profi und Geschäftsmann gibt im launigen Interview der Deutschen Presse-Agentur Einblicke in seine Zukunftspläne. Auch eine Rückkehr in die Bundesliga traut sich der 33 Jahre alte Ex-Nationalspieler zu.



Heimatbesuch
Kickte bei seinem Heimatbesuch auch in der Halle: Japan-Legionär Lukas Podolski.   Foto: Bernd Thissen

Wo immer Lukas Podolski auftaucht, ist gute Laune angesagt. Ein Späßchen hier, ein Interview dort, ein paar Selfies mit Fans und Fotos auf dem roten Teppich - der ehemalige Nationalspieler zeigt sich auch bei seiner Stippvisite in Deutschland in Bestform.

«Wir verkaufen Döner online», meint der 33 Jahre alte Fußball-Profi mit einem breiten Grinsen auf die Frage nach dem Sinn seiner am Sonntag in Gummersbach für vier Jahre besiegelten Geschäftsbeziehung mit dem japanischen Internet-Dienstleister Rakuten, der in Konkurrenz zu den Giganten Amazon und Ebay steht.

Auch zur sogenannten Gold-Steak-Affäre des Bayern-Profis Franck Ribery hat «Poldi» eine dezidierte Meinung. Er findet das Ganze «nicht so dramatisch» nach dem Motto: «Soll jeder sein Leben so leben, wie er es für richtig hält.» Die Reaktionen im Netz und die der Medien hält er für übertrieben. «Das ist in Deutschland extrem. Wenn ich als Lukas Podolski jetzt einen Döner esse, sagen sie: Boah, was für ein geiler Typ! Und wenn ich mir am nächsten Tag ein goldenes Steak reinhaue, heißt es: Was ist das denn für ein Arsch...» Gleichwohl billigt er die beleidigenden Reaktionen seines ehemaligen Mitspielers in den sozialen Netzwerken nicht. «Im Nachhinein weiß er auch, dass er da vielleicht zu früh oder zu schnell reagiert hat.»

Nach der offiziellen Pressekonferenz vor dem Benefizspiel von «Poldi & Friends» gegen eine andere Promi-Auswahl in der Schwalbe-Arena, wo sonst die Bundesliga-Handballer des VfL Gummersbach ihre Heimspiele austragen, gibt Podolski im dpa-Interview auch ernsthafte Einblicke zu seiner Zukunft. Er könne sich eine Rückkehr in die Bundesliga durchaus vorstellen. Bei seinem J-League-Club Vissel Kobe, der die Saison gerade auf einem enttäuschenden zehnten Rang abschloss, hat er noch ein Jahr Vertrag. Danach sei er für alles offen.

«Wenn man nur noch ein Jahr Vertrag hat, setzt man sich irgendwann zusammen. Man will ja auch für sich selber planen», erklärt er, und betont: «Ich plane nicht mein Karriereende. Ich möchte noch weiterspielen. Es kann in alle Richtungen gehen. Bleibt man noch ein Jahr in Japan, geht man zurück nach Köln oder in ein anderes Land?» Eine Entscheidung stünde aber erst im Sommer an. Eine stets kolportierte Rückkehr zu seiner großen Liebe 1. FC Köln sei derzeit nicht konkret. «Ich verhandele jetzt nicht mit dem FC, es gab auch keine Gespräche. Das ist nicht heiß.»

Er fühle sich noch stark genug für die Bundesliga. «Ich bin ja nicht irgendein Amateurkicker. Ich habe noch die Qualität und bin von mir überzeugt. Ich fühle mich körperlich gut, auch der Kopf ist noch intakt. Daher kann ich mir auch zutrauen, in der Bundesliga zu spielen.» Das machten andere in seinem Alter auch, «nicht nur Pizarro». Durchaus möglich sei auch, dass er noch ein weiteres Jahr in Japan dranhängt: «Wenn alles passt, warum nicht? Das ist eine gute Liga, wir trainieren auf einem guten Niveau. Daher mache ich mir da keine Sorgen, wenn die Leute sagen: Er hat nicht mehr die Qualität, es reicht nicht mehr für die Bundesliga. Das ist völliger Quatsch.»

Dass seine Kölner wieder aufsteigen, ist für ihn (fast) ausgemacht. «Die haben neben dem HSV den größten Etat und den besten Kader. Das heißt nicht, dass man von alleine aufsteigt. Die 2. Liga ist auch nicht ohne. Und die Aufstiege vom FC waren immer schwer, nie ein Selbstläufer», erklärt Podolski zwar, aber: «Wenn jetzt kein Taifun aus Japan durch die 2. Liga weht, dann werden die beiden Mannschaften am Ende aufsteigen.»

Wann immer es geht, verfolgt er in Japan die Auftritte seines Herzensclubs. Das sei «durch die Zeitverschiebung ein bisschen schwierig», aber «wenn der FC spielt, gucke ich natürlich! Aber es ist nicht so, dass ich samstags da sitze und mir die Bundesliga angucke. Es gibt auch viele andere Dinge, die man tun kann. Nicht nur jeden Tag Fußballschauen.»

Und wer wird dieses Jahr deutscher Meister? «Dortmund oder Bayern, einer von beiden», meint er verschmitzt. Und drückt nicht seinem Ex-Club die Daumen: «Ich hoffe Dortmund, weil mein Sohn BVB-Fan ist. Es wäre auch gut für die Bundesliga, wenn mal ein anderer als Bayern Meister würde. Aber sie werden jagen, gar keine Frage. Ist ja immer besser, wenn man von hinten kommt ...»

Veröffentlicht am:
14. 01. 2019
13:26 Uhr

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dpa

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Veröffentlicht am:
14. 01. 2019
13:26 Uhr



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