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Bayern stolpert - BVB verkürzt dank Haaland - Moukoko-Debüt

Der FC Bayern zeigt kaum für möglich gehaltene Schwächen. Gegen Werder, den Fast-Absteiger der Vorsaison, gibt es nur ein 1:1. Dadurch kann der BVB auf einen Zähler heranrücken. Schalke kassiert die nächste Pleite und liegt weiter auf einem Abstiegsplatz.



Ausgleich
Bayern-Profi Kingsley Coman (2.v.r.) traf per Kopfball zum Ausgleich.   Foto: Matthias Schrader/AP-Pool/dpa » zu den Bildern

Der FC Bayern ist gegen seinen Lieblingsgegner Werder Bremen überraschend ins Stolpern geraten. Die Münchner mussten sich am achten Spieltag der Fußball-Bundesliga mit einem 1:1 (0:1) begnügen und ließen damit nach 19 Siegen in Serie gegen Werder erstmals wieder Punkte liegen.

Den Münchner Patzer nutzte Rivale Borussia Dortmund aus und verkürzte den Rückstand beim Debüt von Youssoufa Moukoko als jüngster Profi mit 16 Jahren und einem Tag durch ein 5:2 (0:1) bei Hertha BSC dank des famosen Viererpack-Schützen Erling Haaland auf einen Zähler. Der bisherige Zweite RB Leipzig kam dagegen nicht über ein 1:1 (0:1) bei Eintracht Frankfurt hinaus und ist nur noch Vierter. Denn auch Bayer Leverkusen zog durch ein 2:1 (1:0) bei Arminia Bielefeld vorbei.

Die Krise des FC Schalke 04 nimmt unterdessen kein Ende. Beim 0:2 (0:2) gegen den VfL Wolfsburg blieben die Königsblauen auch im 24. Liga-Spiel in Serie ohne Sieg und liegen weiter auf einem Abstiegsplatz. Damit wackelt allmählich der Negativrekord von Tasmania Berlin 1965/66 mit 31 Spielen ohne Sieg nacheinander.

Borussia Mönchengladbach gab beim 1:1 (1:0) gegen den FC Augsburg erneut in den Schlussminuten einen Sieg aus der Hand. Die coronageplagte TSG Hoffenheim kam trotz des Ausfalls von sieben positiv getesteten Spielern zu einem 3:3 (1:2) gegen den VfB Stuttgart.

Seit dem 0:0 am 11. September 2010 setzte es für Werder neun Niederlagen mit insgesamt 43 Gegentoren in der Münchner Arena. Diesmal hielt Werder dem Bayern-Druck stand. Maximilian Eggestein brachte die Hanseaten kurz vor der Pause sogar in Führung (45.). Kingsley Coman gelang lediglich der Ausgleich (62.).

Eine Halbzeit tat sich auch der BVB in Berlin schwer und lag durch Matheus Cunha gar 0:1 in Rückstand, ehe der Norweger Erling Haaland groß auftrumpfte. Mit einem Hattrick innerhalb von 16 Minuten drehte der Jungstar die Partie (47., 49. und 62.), ehe Raphael Guerreiro erhöhte (70.). Unmittelbar nach dem 2:4 durch Cunha (79.) per Foulelfmeter schlug aber erneut Haaland (62.) zu. Historisch wurde es dann noch, als Haaland in der 85. Minute ausgewechselt wurde und Moukoko aufs Feld kam.

Für Leipzig endete die Reise nach Frankfurt mal wieder mit einer kleinen Enttäuschung. Auch im sechsten Pflichtspiel in der Main-Metropole gab es wieder keinen Sieg (drei Niederlagen, drei Unentschieden). Immerhin sicherte Yussuf Poulsen RB einen Punkt (57.), nachdem Aymen Barkok (43.) die Eintracht in Führung gebracht hatte.

In Bielefeld unterlief Bayer-Keeper Lukas Hradecky ein Eigentor für alle Jahresrückblicke. Nach einem Rückpass von Daley Sinkgraven schlug der Finne unter den Ball und bescherte dem Aufsteiger so das Ausgleichstor (47.). Zuvor hatte Leon Bailey die Leverkusener, bei denen die Bender-Zwillinge Lars und Sven verletzt raus mussten, in Führung gebracht (27.). Kurz vor Schluss bescherte Aleksandar Dragovic Bayer aber doch noch den Sieg (88.).

Nach zuletzt zwei Unentschieden und dem Weiterkommen im DFB-Pokal gab es für die Schalker wieder einen empfindlichen Rückschlag. Wout Weghorst (3.) und Xaver Schlager (24.) sorgten bereits früh für klare Verhältnisse. Damit bleiben die Wolfsburger in der Liga ungeschlagen. Schalke wartet indes seit dem 17. Januar dieses Jahres (2:0 gegen Gladbach) auf einen Sieg.

Auch die Gladbacher, die auf Alassane Plea und Ramy Bensebaini wegen positiver Corona-Tests verzichten mussten, erlebten eine Enttäuschung. Nationalspieler Florian Neuhaus (5.) brachte die Gastgeber zwar in Führung, doch Daniel Caligiuri gelang kurz vor Schluss der Ausgleich (88.). Dabei waren die Gäste in Unterzahl, nachdem Raphael Framberger zwölf Minuten nach seiner Einwechslung die Gelb-Rote Karte gesehen hatte (66.).

Hin und Her ging es in Hoffenheim. Nach dem Führungstor der Gastgeber durch Christoph Baumgartner (16.) drehten Nicolas Gonzalez (18.) und Silas Wamangituka (27.) für den VfB das Spiel. Doch Hoffenheim schlug durch Ryan Sessegnon (48.) und Andrej Kramaric per Foulelfmeter (71.) zurück. Es war bereits das siebte Saisontor von Kramaric, der ebenfalls wegen Corona zwischenzeitlich drei Spiele pausieren musste. Zum Sieg reichte es aber nicht, weil Marc-Oliver Kempf in der Nachspielzeit für den VfB traf (90.+3).

© dpa-infocom, dpa:201121-99-415995/9

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21. 11. 2020
22:36 Uhr

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21. 11. 2020
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