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Alle für Torunarigha: Hertha-Profi einsatzbereit

Herthas Jordan Torunarigha ist bereit für das Spiel gegen den FSV Mainz. Nach dem Vorwurf der rassistischen Beleidigungen gegen den Fußball-Profi steht sein Club Hertha BSC voll hinter ihm. Die eigenen Fans setzen im Olympiastadion ein klares Zeichen.



Jordan Torunarigha
Herthas Dedryck Boyata (l-r) und Rune Jarstein nehmen Jordan Torunarigha vor der Schalker Nordkurve in Schutz.   Foto: Bernd Thissen/dpa

Jordan Torunarigha von Hertha BSC will nach dem Rassismus-Eklat im DFB-Pokal beim FC Schalke 04 im Bundesligaspiel gegen den FSV Mainz 05 wieder spielen.

«Jordan hat signalisiert, dass er bereit ist, da mache ich mir keine Sorgen», sagte Berlins Co-Trainer Alexander Nouri vor der Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky). Der Assistent von Fußball-Chefcoach Jürgen Klinsmann machte bei einer Pressekonferenz deutlich: «Er weiß, dass der gesamte Verein, die Mannschaft, das Trainerteam hinter ihm stehen und alle an einem Strang ziehen. Wir stehen vor, hinter und neben ihm.»

Auch die Hertha-Fans planen eine Aktion, um ihrem Innenverteidiger den Rücken zu stärken und haben Plakate mit Torunarighas Rückennummer 25 gedruckt. «Diese Aktion kommt allein von den Fans und das freut uns natürlich», sagte Herthas Pressesprecher Marcus Jung.

Im Achtelfinale des DFB-Pokals am Dienstag zwischen Schalke und den Berlinern (3:2 n.V.) war Torunarigha, der in der Verlängerung die Gelb-Rote Karte sah, laut eigener Aussage rassistisch beleidigt worden. Der Spieler stellte «mit Unterstützung des Vereins Strafanzeige gegen Unbekannt», teilte der Berliner Club am Freitag auf Anfrage mit und bestätigte einen Bericht der «Bild»-Zeitung. Klinsmann hatte Torunarigha freigestellt, ob er wieder spielen will.

Auch in der Mannschaft wurden die Anfeindungen in den vergangenen Tagen angesprochen. «Na klar war das ein Thema, natürlich geht das nicht spurlos an einem vorbei. Wir alle sind Menschen», sagte Nouri. Der 22 Jahre alte Torunarigha habe sich im Training von den Vorfällen aber nichts anmerken lassen. «Er hat jetzt sehr, sehr gute Leistungen gebracht», sagte Nouri.

Am Donnerstag hatte sich der 22-Jährige erstmals wieder zu Wort gemeldet und sich deutlich gegen Diskriminierung ausgesprochen. «Ich bin in Deutschland geboren, ich bin hier aufgewachsen, habe hier mein Abitur gemacht, spreche Deutsch wie alle anderen, deshalb kann ich diese Äußerungen, wie sie von einigen Idioten während des Spiels gemacht wurden, in keinster Weise verstehen», schrieb der 22 Jahre alte frühere Junioren-Nationalspieler bei Instagram.

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dpa

dpa

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Veröffentlicht am:
07. 02. 2020
14:56 Uhr

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07. 02. 2020
14:56 Uhr



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