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Spielberichte

Mönchengladbach klettert mit Sieg in Frankfurt auf Rang drei

Borussia Mönchengladbach gewinnt auch sein zweites Geisterspiel in dieser Bundesliga-Saison. Der Sieg in Frankfurt beeindruckt und hält die Gladbacher im Titelrennen. Für die Eintracht dagegen wird es bedrohlich.



Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach
Gladbachs Torschütze Marcus Thuram (r) jubelt nach seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0.   Foto: Michael Probst/AP-Pool/dpa

Alassane Plea hat Borussia Mönchengladbach mit dem zweitschnellsten Tor der Vereinsgeschichte den Weg zum erfolgreichen Neustart in der Fußball-Bundesliga geebnet.

Beim 3:1 (2:0)-Auswärtssieg gegen Eintracht Frankfurt traf der Franzose bereits nach 36 Sekunden zur Führung für die Fohlen-Elf. Marcus Thuram (7. Minute) und Ramy Bensebaini (73./Foulelfmeter) erzielten die weiteren Tore für die Borussia, die in der Tabelle mit 52 Punkten an RB Leipzig (51) vorbei auf Rang drei vorrückte.

«Die ersten zehn Minuten von uns waren überragend», lobte Keeper Yann Sommer und versicherte: «Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft.» Die Gladbacher hatten auch das letzte Bundesliga-Spiel vor der Corona-Pause vor leeren Rängen in Köln für sich entschieden.

Auch die Eintracht machte dort weiter, wo sie vor der Auszeit im Europa-League-Geisterspiel gegen den FC Basel (0:3) aufgehört hatte. Die Hessen, für die André Silva (81.) traf, haben als 13. jetzt nur noch fünf Punkte Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz. «Die Dinge, die wir falsch gemacht haben, das hat nichts mit dem Publikum zu tun. Das hat mit der Konzentration zu tun», sagte Torwart Kevin Trapp. Abwehrhüne Martin Hinteregger bekannte: «Wir haben die ersten Minuten ein bisschen verschlafen.»

Der Minutenzeiger hatte noch nicht einmal eine Umdrehung gemacht, da musste Torwart Kevin Trapp den Ball zum ersten Mal aus dem Netz holen. Jonas Hofmann bediente im Strafraum Plea, der aus halbrechter Position per Flachschuss ins lange Eck vollendete. Schneller war für Gladbach in der Liga-Historie bisher nur Oscar Wendt, der am 11. April 2015 beim 3:1 gegen Borussia Dortmund schon nach 29 Sekunden jubelte.

Die Hausherren wirkten nach dem frühen Rückschlag konsterniert und kassierten kurz darauf das zweite Gegentor. Dieses Mal leitete Bensebaini auf der linken Seite ein, seine flache Hereingabe drückte Thuram aus Nahdistanz über die Linie. Im Überschwang der Gefühle gab es für den Vorbereiter vom Torschützen zwar keine Umarmung, dafür aber ein Küsschen auf die Wange.

Den Frankfurtern merkte man die besonderen Umstände der Partie vor leeren Rängen deutlich an. Ohne die frenetische Unterstützung ihrer Fans wirkten die sonst so heimstarken Hessen bieder und teilweise hilflos. Hinzu kamen gravierende Unzulänglichkeiten in der Abwehr.

Ganz anders die ballsicheren Gäste, die sich im Hotel statt wie üblich im Stadion umgezogen hatten. Das Team von Trainer Marco Rose kombinierte gefällig und erarbeitete sich nach dem 2:0 weitere Möglichkeiten. Plea scheiterte nach gut 20 Minuten mit einem Distanzschuss an Trapp, den Nachschuss setzte Florian Neuhaus knapp über das Frankfurter Tor.

Die einzige Eintracht-Chance in der ersten Halbzeit entsprang einer Standardsituation. Filip Kostic hämmerte einen Freistoß aus 25 Metern aufs Borussia-Gehäuse, doch Gäste-Torwart Yann Sommer hechtete ins bedrohte Eck und parierte. Mehr war von der Frankfurter Offensive, in der Bas Dost den Vorzug vor Silva erhielt, nicht zu sehen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit verstärkte Eintracht-Trainer Adi Hütter mit der Hereinnahme von Silva für Djibril Sow den Angriff - allerdings nur personell. Denn klare Chancen konnte sich der Europa-League-Viertelfinalist weiterhin nicht erarbeiten.

Gladbach beschränkte sich zwar weitgehend auf die Verwaltung des Vorsprungs, blieb aber dennoch gefährlicher. Plea (68.) traf mit einem feinen Schlenzer zunächst nur den Innenpfosten, wenig später war Bensebaini vom Elfmeterpunkt erfolgreich. Evan Ndicka hatte zuvor Breel Embolo zu Fall gebracht. Der späte Treffer des eingewechselten Silva war dann nur noch Ergebniskosmetik.

Veröffentlicht am:
16. 05. 2020
21:01 Uhr

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Autor

dpa

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Veröffentlicht am:
16. 05. 2020
21:01 Uhr



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