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Die Handballerinnen des Thüringer HC haben im DHB-Pokal das Viertelfinale erreicht. Das klare 30:22 bei der HSG Blomberg-Lippe ist ein Zeichen an die Gegner zu Beginn von zwei harten englischen Wochen.



Im Angriff stark, in der Abwehr stabil: Iveta Koresova (links) und Alicia Stolle (rechts) stoppen im Verbund Munia Smits von HSG Blomberg-Lippe. Foto: Imago
Im Angriff stark, in der Abwehr stabil: Iveta Koresova (links) und Alicia Stolle (rechts) stoppen im Verbund Munia Smits von HSG Blomberg-Lippe. Foto: Imago   Foto: Imago

Blomberg/Suhl - Beim Gang in die Kabine zur Halbzeit schaute selbst Herbert Müller zweimal auf die Anzeigetafel. Unerwartet hoch mit 17:8 führten die Handballerinnen des Thüringer HC nach 30 Minuten im Top-Spiel des Pokal-Viertelfinales bei der HSG Blomberg-Lippe. Sie hatten damit bereits den Grundstein für das souveräne Weiterkommen gelegt.

"Wir haben uns sehr intensiv auf Blomberg vorbereitet und wollten von Anfang an Zeichen setzen. Das ist uns bestens gelungen. Wir haben eine überragende erste Halbzeit gespielt, speziell in der Abwehr, speziell im Innenblock", sagte THC-Trainer Müller nach dem deutlichen 30:22-Auswärtssieg am Samstag. Beste THC-Werferinnen waren Iveta Koresova (7/4), Emily Bölk (6) und Alicia Stolle (5). Das Trio spielt komplett im Rückraum.

Mit dem Ausrufezeichen beim noch verlustpunktfreien Tabellenzweiten der Bundesliga machte sich der Pokalsieger selbst Mut für die anstehenden schweren Aufgaben. Am Mittwochabend (20 Uhr) steht für den THC das Gigantenduell in der Bundesliga bei Meister SG BBM Bietigheim an, zwei Tage später geht es auf weite Reise nach Astrachan zum Hinspiel in der dritten Qualifikationsrunde im EHF-Cup. Danach wartet wiederum am Mittwoch (13. November) der nächste Bundesliga-Gipfel in Blomberg, ehe wiederum drei Tage später das Rückspiel gegen Astrachan in Nordhausen steigt. "Das werden bis zur WM-Pause zwei harte, richtungsweisende Wochen", betont Müller.

Nach der unnötigen Heimpleite gegen Dortmund ist der THC im Titelkampf bereits unter Zugzwang. Eine weitere Niederlage beim Meister am Mittwoch wäre angesichts des großen Leistungsgefälles in der Liga fast nicht mehr zu kompensieren. "Ich bin froh, dass wir einen ersten sehr guten Schritt in die enorm schweren Wochen gemacht haben", freute sich Müller mit Blick auf die anstehenden schweren Aufgaben.

Der THC startete im Pokalspiel in Blomberg konzentriert, setzte sich schon nach wenigen Minuten mit 6:3 ab (8.). Die Gastgeber wirkten überfordert und nahmen eine Auszeit. Doch danach drehte der THC erst richtig auf, zog auf 11:4 (18.) davon. Torfrau Ann-Cathrin Giegerich war in dieser Phase durch mehrere tolle Paraden ein starker Rückhalt. Bis zur Halbzeit wurde der Abstand sogar noch größer, die HSG fand keinen Zugriff auf das druckvolle Angriffsspiel des THC.

Konstante Führung

Nach dem Seitenwechsel starteten die Gastgeberinnen eine kurze Aufholjagd und kamen auf fünf Tore heran (16:21/42.). Mit etwas Mühe wehrte sich der Vizemeister gegen die Blomberger Drangphase, hielt die Führung aber konstant. Kurz vor Schluss setzte sich der THC mit drei Toren von Mikaela Mässing final ab. "Die Viertelstunde nach der Halbzeit können wir gerne rausnehmen", bilanzierte THC-Torhüterin Giegerich. "Mit dem Rest können wir sehr zufrieden sein. Gerade in der ersten Halbzeit standen wir sehr gut in der Abwehr und der Angriff lief sehr gut."

HSG Blomberg-Lippe: Monz-Kühn, Veith, Jongenelen, van Zijl 4, Heidergott 3, Kordovskà 5/4, Brons Petersen 3, Franz, Agwunedu 2, Murer, Schnack 1, van Wingerden 1, Smits 1, Rüffieux 1, Michielsen 1

Davidsen, Giegerich; Ferreira Lopes, Scheffknecht 1, Mazzucco, Rodriguez 2, Schmelzer 1, Stolle 5, Koresova 7/4, Bölk 6, Großmann 3, Biltoft, Mässing 4, Jakubisova 1

Schiedsrichter: Klein/Immel (Erkelenz); Zuschauer: 550; Strafwürfe: 4 - 4; Zeitstrafen: 1 - 2

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Thomas Sprafke
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Veröffentlicht am:
04. 11. 2019
11:08 Uhr

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Autor

Thomas Sprafke

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Veröffentlicht am:
04. 11. 2019
11:08 Uhr



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