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Lebenszeichen aus dem Saaletal

1:1 gegen die Würzburger Kickers: Beim Debüt von Rico Schmitt auf der Trainerbank des FC Carl Zeiss Jena sorgt das Ergebnis zwar nicht für Jubelstürme, doch die Leistung lässt auf bessere Zeiten hoffen.



Erlösender Treffer: Kilian Pagliuca (links) erzielt in der 81. Minute den Jenaer Ausgleich.	Foto: Gerhard König
Erlösender Treffer: Kilian Pagliuca (links) erzielt in der 81. Minute den Jenaer Ausgleich. Foto: Gerhard König  

Suhl - Nein, es macht auch weiterhin keinen Spaß, auf die Tabelle der 3. Fußball-Liga zu blicken. Zumindest dann nicht, wenn man mit dem FC Carl Zeiss Jena sympathisiert. Zwei magere Pünktchen nach zwölf Spieltagen sind miserabel, elf Zähler Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz eine große Hypothek.

Doch immerhin: Am Sonntag beim 1:1 gegen die Würzburger Kickers stimmten Leistung, Moral und Einsatz. "Der Anfang ist gemacht", sagte Trainer Rico Schmitt, der am 8. Oktober das Himmelfahrtskommando beim Schlusslicht übernahm und bei seinem Punktspieleinstand zumindest ein Remis verbuchen konnte. "Es wäre schöner gewesen, wenn wir gewonnen hätten. Viel wichtiger ist aber unser Auftritt, und der war in Ordnung. Es ging ein Ruck durch die Mannschaft, wir sind nach einem Rückstand wieder zurückgekommen. Ich bin wirklich stolz auf das Team. Und jetzt heißt es für uns: Mund abputzen und genauso weitermachen."

Dass es Schmitt schaffen würde, in eineinhalb Wochen aus einer verunsicherten Mannschaft ein konkurrenzfähiges Team zu formen, hatte niemand erwartet. Umso respektabler war der Auftritt der Thüringer, die den Gästen über die gesamten 90 Minuten hinweg auf Augenhöhe begegneten. Die veränderte Taktik mit einer defensiven Dreierkette, die sich bei gegnerischem Ballbesitz in eine Fünferkette verwandelte, und dem Einsatz von Routinier Nico Hammann als "Staubsauger" vor der Abwehr erwies sich als kluger Schachzug. Die Kickers kamen nur selten in ihr Kombinationsspiel, während die Jenaer immer wieder offensive Nadelstiche setzten und phasenweise auch spielerisch zu gefallen wussten.

Die gut 5000 Fans im Ernst-Abbe-Sportfeld quittierten die Angriffsbemühungen ihrer Lieblinge mit Szenenapplaus. Umso größer war die Ernüchterung, als ein Eckball aufgrund eines Zuordnungsfehlers zum 0:1 führte. Sebastian Schuppan stand in der 69. Minute sträflich allein und köpfte die Kugel in die Maschen.

Die Nerven behalten

Es sprach für Jena, dass die Mannschaft diesen Rückschlag nicht nur wegsteckte, sondern sogar zu einer Reaktion fähig war. Nachdem Würzburgs Torwart Vincent Müller eine Flanke unterlief, passte Dominik Bock den Ball zu Kilian Pagliuca. Der von Ex-Trainer Lukas Kwasniok kürzlich in die zweite Mannschaft strafversetzte und von Schmitt zurückgeholte Stürmer behielt die Nerven, tanzte einen Gegenspieler aus und traf zum hochverdienten Ausgleich (81.). "Es ist sehr schön, dass es mit dem Tor geklappt hatten", sagte der Schweizer. "Wir haben aus meiner Sicht ein ordentliches Spiel gemacht und verdient einen wertvollen Punkt geholt. Es wäre ganz bitter gewesen, wenn wir nach so einer Leistung keinen Punkt abbekommen hätten."

Jena: Coppens - Maranda, Rohr, Volkmer - Ham-
mann - Bock, Käuper (87. Donkor), Schau (64. Eckardt), Schorr (76. Skenderovic) - Gabriele, Pagliuca

Würzburg: Müller - Ronstadt, Hansen, Schuppan (86. Kwadwo), Herrmann - Rhein, Hägele - Kaufmann, Sontheimer (64. Widemann), Vrenezi (80. Hemmerich) - Breitkreuz

Schwengers (Travemünde) - 5032 - 0:1 Schuppan (69.), 1:1 Pagliuca (81.)

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Ulrich Klemm

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Veröffentlicht am:
21. 10. 2019
11:44 Uhr

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Ulrich Klemm

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Veröffentlicht am:
21. 10. 2019
11:44 Uhr



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