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Regionalsport

Favoritensieg im Ilm-Kreis-Derby

Der FSV Martinroda ist im Fußball-Landespokal der Männer die einzige verbliebene Mannschaft aus Südthüringen. Im Achtelfinale gewinnt der Oberligist mit 2:0 bei der SpVgg. Geratal.



Starker Auftritt: Marc Fernando (rechts) trifft und bereitet ein Tor vor.	Foto: Andreas Heckel
Starker Auftritt: Marc Fernando (rechts) trifft und bereitet ein Tor vor. Foto: Andreas Heckel  

Geraberg/Suhl - Der Favorit hat sich durchgesetzt und im Fußball-Thüringenpokal der Männer das Viertelfinale erreicht: Mit 2:0 gewann Oberligist FSV Martinroda das Achtelfinalspiel bei Thüringenligist SpVgg. Geratal und kegelte die Spielvereinigung
damit erneut aus dem Cup-Wettbewerb, nachdem es in der 1. Runde der vergangenen Saison die gleiche Paarung mit dem identischen Ergebnis gegeben hatte. Matchwinner bei der Neuauflage waren Marc Fernando und FSV-Torwart Daniel Gössinger. Fernando bereitete den Treffer von Hertel zum 0:1 durch einen Ballgewinn und einen klugen Rückpass von der Grundlinie vor (37.), ehe er das 0:2 in der 42. Spielminute selbst erzielte und bereits vor dem Seitenwechsel die Weichen auf Sieg stellte.

Gössinger wuchs in der zweiten Halbzeit über sich hinaus und vereitelte vier Gerataler Großchancen (53., 83., 84., 90.+2) von Bischoff, der am Keeper regelrecht verzweifelte. Zudem traf Geratals Verteidiger, der in der Schlussviertelstunde in den Sturm aufrückte, auch noch per Kopf die Latte (81.). Weitere Chancen für Al Saeed (64.) und Thorwarth (90.+1) zeigten, dass die ab der 81. Minute in Überzahl agierenden Gerataler (Gelb-Rot für Griebel) die Begegnung durchaus noch hätten kippen können. Die Chancenvorteile lagen jedenfalls klar auf ihrer Seite. Zwar kontrollierte Martinroda die Begegnung in der ersten Halbzeit entsprechend des Klassenunterschiedes noch relativ deutlich, ließ aber nach dem Wiederbeginn mehr und mehr die Souveränität vermissen. Am Ende reichte es trotzdem.

Glanzloser Erfolg für Jena

Gereicht hat es im Landespokal-Achtelfinale auch für den FC Carl Zeiss Jena. Im ersten Pflichtspiel unter der Regie des neuen Trainers Rico Schmitt mühte sich der Drittligist zu einem 3:1-Erfolg bei Landesklasse-Vertreter SV Grün-Weiß Siemerode. Bock (20., 45.) brachte die Saalestädter in die Vorderhand, ehe Taubert per Strafstoß für die Hausherren (52.) verkürzte. Erst das späte 3:1 durch Käuper (87.) klärte vor 700 Zuschauern die Verhältnisse im Eichsfeld.

Gestolpert ist Eintracht Eisenberg. Der Tabellenzweite der Thüringenliga zog beim FC Motor Zeulenroda aus der Landesklasse-Staffel 1 durch ein Eigentor mit 0:1 den Kürzeren. Regionalligist FC Rot-Weiß Erfurt ließ hingegen überhaupt nichts anbrennen und landete einen glatten 6:0-Erfolg beim Erfurter Vorortverein SV Blau-Weiß Büßleben aus der Landesklasse. Dittrich (30., 86.) und Aydemir (69., 79.) trafen je zweimal, die weiteren Tore gingen auf die Konten von Brasnic (58.) und Vogt (88.).

Randale in Altengottern

Gerade noch um eine Blamage herum kam Titelverteidiger FSV Wacker Nordhausen. Beim drei Klassen tiefer spielenden SV Altengottern musste die Mannschaft von Trainer Heiko Scholz sogar in die Verlängerung und kam erst in den Schlussminuten der zusätzlichen Spielzeit zu zwei Toren.

Einfach den Mund abzuputzen und weiterzumachen, dürfte dem Regionalligisten dennoch nicht möglich sein, denn einige Nordhäuser Anhänger benahmen sich während der Partie gründlich daneben. Nachdem Cmakins in der 22. Minute die überraschende Führung für die Gastgeber erzielt hatte, stürmten einige Wacker-Sympathisanten auf den Rasen und gingen auf Spieler aus Altengottern los. Schiedsrichter Greif aus der Gemeinde Nessetal im Landkreis Gotha musste die Partie eine gute Viertelstunde unterbrechen, ehe sich die Gemüter wieder beruhigt hatten. Danach wurde in Absprache mit beiden Vereinen und der Polizei weitergespielt. Man braucht jedoch kein Prophet zu sein, um davon auszugehen, dass sich das Sportgericht des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) in den kommenden Tagen eingehend mit diesem Fall befassen wird. Eine Wiederholung der Partie ist eher unwahrscheinlich, die Nordhäuser werden aber trotzdem mit spürbaren Sanktionen rechnen müssen.

"So ein Verhalten geht überhaupt nicht", wetterte Wacker-Präsident Nico Kleofas im Interview mit dem MDR-Fernsehen. "Bevor sich die Situation weiter aufgeheizt hätte, bin ich zum Fanblock hingegangen. Solche Sachen gehören nicht zum Fußball, das muss einfach aufhören."

Das Pokal-Viertelfinale wird am 16./17. November ausgetragen. Die Auslosung erfolgt in der Halbzeitpause des Erfurter Regionalligaspiels gegen den Bischofswerdaer FV (Freitag, 18. Oktober, Anstoß 19 Uhr).

Autor

Ralf Brückner, ulk
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Veröffentlicht am:
14. 10. 2019
00:00 Uhr

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Ralf Brückner, ulk

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Veröffentlicht am:
14. 10. 2019
00:00 Uhr



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