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Deutschland-Bobs legen die Spuren

Nach seinem 20. Jubiläumssieg im Weltcup gewinnt Doppel-Olympiasieger Friedrich auch die Königsklasse Viererbob. Olympiasiegerin Jamanka holt im dritten Rennen ihren zweiten Sieg.



Eins, zwei, drei, vier: Die Bob-Crew von Nico Walther um Alexander Rödiger.	Foto: dpa
Eins, zwei, drei, vier: Die Bob-Crew von Nico Walther um Alexander Rödiger. Foto: dpa  

Altenberg - Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich bleibt der dominierende Bobpilot in diesem Winter. In seiner Schokoladendisziplin Zweierbob raste er laut Heimtrainer Gerd Leopold "mit einer Fahrt vom anderen Stern" zum 20. Weltcupsieg seiner Karriere. In der Königsklasse legte er am Sonntag auf der Heimbahn unweit seiner Geburtsstadt Pirna nach und holte den zweiten Saisonsieg im dritten Viererbob-Rennen.

"Es war ein solides Wochenende, so kann es weitergehen. Das Gesamtpaket stimmt derzeit einfach", sagte Friedrich, der mit seiner in Pyeongchang siegreichen Olympia-Crew Candy Bauer, Martin Grothkopp und Thorsten Margis den Letten Oskars Kibermanis mit 0,31 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei verwies. Dritter wurde Friedrichs Vereinskollege Nico Walther vom BSC Oberbärenburg, in dessen Bob auch der Oberhofer Alexander Rödiger saß. Der für Stuttgart startende Berchtesgadener Johannes Lochner kam auf Rang vier.

Am Samstag hatte Friedrich trotz Rückstands gegen den in Pyeongchang zeitgleichen Zweierbob-Olympiasieger Justin Kripps sein Können gezeigt. Mit furiosem zweiten Lauf drehte er mit Anschieber Thorsten Margis den Spieß dank Startbestzeit um und fuhr 0,37 Sekunden Vorsprung auf den Kanadier raus. "So einen Lauf habe ich hier von ihm bei den widrigen Bedingungen im Dauerregen noch nicht gesehen", so Bundestrainer Leopold. Dritter wurde Kibermanis vor Walther. "Unser Anspruch ist es, hier um den Sieg mitzufahren, daher müssen wir es nächstes Jahr bei der WM hier besser machen", sagte Walther.

Lochner stürzte bei seinem ersten Zweierbob-Weltcuprennen in diesem Winter in Kurve 13. Der mit Friedrich zeitgleiche Weltmeister im Viererbob kam wie sein Anschieber Christopher Weber mit Prellungen und Blessuren im Schulter- und Nackenbereich davon. Doch der Bayer zeigte Nehmerqualitäten und stand im Vierer wieder am Start.

Bei den Frauen fuhr Bob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka den zweiten Weltcup-Sieg ihrer Karriere ein. Die für Oberhof startende Berlinerin gewann mit Anschieberin Annika Drazek das dritte Saisonrennen vor den Kanadierinnen Christine de Bruin/Kristen Bujnowski. Dritte wurde die US-Pilotin Elana Meyers Taylor. Die Winterbergerin Anna Köhler landete mit Leonie Fiebig auf Platz fünf. Stephanie Schneider aus Oberbärenburg kam mit Ann-Christin Strack auf Rang sechs.

Bundestrainer Rene Spies zeigte sich insgesamt sehr "zufrieden mit den Startleistungen und vor allem dem zweiten Lauf von Mariama Jamanka. Die Nordamerikanerinnen waren hier erstaunlich stark, und wir hatten teilweise zu viele Fehler drin. Bei den Eisbedingungen hat man dann keine Chance vorne reinzufahren."

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und neblig-feuchtem Wetter hatte die Britin Mica McNeill nach dem ersten Lauf überraschend geführt und durfte auf ihren ersten Weltcupsieg hoffen. Jamankas Rückstand betrug jedoch nur vier Hundertstelsekunden, auf einer der schwierigsten Bahnen der Welt holte sie diesen im zweiten Durchgang aber auf. "Den ersten Lauf habe ich wirklich versaut", sagte Jamanka, "der zweite war dann auch nicht perfekt, aber deutlich besser. So kann es für uns weitergehen." dpa

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Veröffentlicht am:
07. 01. 2019
08:20 Uhr

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07. 01. 2019
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